High Beam

Kunstfestival im Büro

High Beam: Kunstfestival im Büro High Beam: Kunstfestival im Büro Foto: Veranstalter
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Für drei Tage werden die leer stehenden Büroräume auf der Immermannstraße 9 mit Leben gefüllt. Von Freitag bis Sonntag beheimaten Erd- und Untergeschoss das Ausstellungsprojekt „High Beam“ (Fernlichter). Junge Künstler aus Düsseldorf, Berlin und New York stellen ihre aktuellen Werke aus, dazu gibt es Live-Musik, interaktive Vorträge und DJ-Sets.

Den Besucher erwarten auf der 512 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche neben fotografischen Arbeiten, Wandzeichnungen und Skulpturen auch Videoinstallationen und Dokumentarfilme. Organisator Stephan Machac spricht von „einem offenen Konzept an einem unabhängigen Ort“, die gezeigten Arbeiten beschäftigen sich mit „audio-visuellen Aspekten moderner Kulturen, deren gesellschaftlichen und politischen Strukturen“.

Der Düsseldorfer Künstler Heinz Hausmann präsentiert eine selbst geschnittene Fassung des Stummfilms „Sodom und Gomorrha“ von Michael Curtiz (1922). Ein aktuelles Thema: Der Streifen beginnt mit einem Börsencrash. „Als ich den Raum gesehen habe, war mir direkt klar, dass ich etwas über Katastrophen machen möchte“, erklärt Hausmann. Derartige intellektuelle Anregungsversuche werden musikalisch untermalt. Am Freitagabend kümmert sich die DJ-Fraktion „Hi Büro!“ um die Beschallung: Mit an den Ort angepasstem „Bürokratensound“ eröffnen sie die Nachtveranstaltung. Am Samstag spielt DJ Orson Dubstep, den Abschluss bildet am Sonntag ab 22 Uhr die Live-Band „Queen“ von Malte Lochstedt und Peter Wächtler. „Mit der englischen Rockband hat das nichts zu tun“, sagt Stephan Machac. „Mehr weiß ich aber auch nicht, ich lasse mich überraschen.“

Die kellerähnlichen Räume im Untergeschoss hat Machac mit Theke und Barhockern zur Partyzone umfunktioniert, bei Bier oder Longdrink können sich die Besucher über das Gesehene austauschen.

Auch die 14 Künstler sind für die Dauer der Veranstaltung vor Ort, um ihre „Fernlichter“ dem Publikum vorzustellen.

High Beam an der Immermannstraße 9, am Freitag den 17. Oktober ab 19 Uhr, Sa./So. den 18./19. Oktober ab 14 Uhr, Programm ab 20/18 Uhr, Party immer ab 22 Uhr.

Quelle: rpo