Interview mit Rick Genest in Düsseldorf

Zombie Boy geistert durch Rudas Studios

Interview mit Rick Genest in Düsseldorf: Zombie Boy geistert durch Rudas Studios Interview mit Rick Genest in Düsseldorf: Zombie Boy geistert durch Rudas Studios Foto: TONIGHT.de/Ninu und Savo Dramis

Rick Genest sorgt für Aufsehen, wenn er durch Düsseldorf spaziert. Kein Wunder. Der 28-Jährige ist von Kopf bis Fuß und sogar im Gesicht tätowiert. Unter seinem Künstlernamen „Zombie Boy“ ist der Kanadier weltweit berühmt geworden. Hierzulande erlangte er vor allem durch seinen Auftritt im Video "Born This Way" von Musik-Ikone Lady Gaga und bei seinem Shooting mit Heidi Klums Nachwuchsmodels Berühmtheit. Am Samstag wird er seine Tattoos in den Rudas Studios zur Schau stellen, wenn er hinter dem DJ-Pult für Stimmung sorgt – unser TONIGHT-Kollege Vassilios Katsogridakis traf ihn im Medienhafen zum Interview.

"Rico the Zombie", "Zombie Boy", Model, DJ, Shooting-Star der Fashion-Szene. Im Video von Lady Gaga schaut er finster drein, genau wie auf fast allen Fotos. Bei seinem Auftritt in der letzten Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ hatten die Mädels von Heidi Klum sogar Angst vor ihm. Sie haben sich ständig erschrocken und der „Zombie Boy“ geizte beim Shooting der ProSieben-Sendung auch nicht mit fiesen Sprüchen. Vor unserem Interview war ich also auch gespannt, wie er denn so sein würde.

Zombie Boy in Düsseldorf    | Mittwoch, 28. August 2013 Zombie Boy in Düsseldorf // Mi 28.08.13 MedienHafen 43 Fotos

Überraschend nett fällt die Begrüßung aus. Auf eine höfliche Art und Weise gibt er allen die Hand, stellt sich vor, verbeugt sich leicht und wenn er mal einen Namen nicht versteht, fragt er interessiert nach und versucht ihn selbst zu wiederholen, bis er richtig ausgesprochen ist. Rico, wie er sich selbst vorstellt, hinterlässt einen ersten Eindruck, der nicht wirklich furchteinflößend ist. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Sonne strahlt und das Interview am helllichten Tag gehalten wird. Generell sehen ihn die Menschen tagsüber anders. Er würde tagsüber komisch angeschaut und oft auch als „jerk“, also als Trottel oder Narr, beschimpft werden, während ihn die Leute nachts feiern und mit einem „yeah, you are so cool!“ begrüßen würden.

"Hallo. Tschö. Ich liebe dich!"

Gut also, dass sein DJ-Auftritt in den Rudas Studios zu später Stunde sein wird. Wahrscheinlich nach Mitternacht, also der Zeit, zu der sich Zombies, Geister und andere dunklen Gestalten eh am wohlsten fühlen. Bei einem kurzen Spaziergang am Medienhafen starrt der Shooting-Star bewundernd auf den Rhein und die Gehry Bauten: „Es ist alles so sauber hier!“ Er mag Düsseldorf, er mag auch Deutschland, erzählt kurz von Berlin, um dann seine Deutsch-Kenntnisse zu präsentieren: „Hallo. Tschö. Ich liebe dich.“ „Ich liebe dich“ – die drei Worte klingen aus dem Mund des „Zombie Boy“ besonders befremdlich.

hafen-duesseldorf-zombie-boy-in-dsseldorf-659245 (image/jpeg) DJ Teddy-O lacht sich über den Spruch von Rico platt: "I hate the pic on the flyer. I look like a prostitute!"

Generell erzählt er viel, ist gesprächig und dabei sehr ehrlich. Schaut dann ab und an besorgt auf meinen Notizblock und korrigiert oft. Wahrscheinlich aus Angst etwas gesagt zu haben, das in den Medien falsch rüberkommt. Zum Beispiel bei der Frage, ob er auf der Straße oft als "Zombie Boy" erkannt werde und die Leute ihn ansprechen, entgegnet er: „Es kommt vor, dass Leute mich sehen und rufen 'da ist Lady Gaga'. Dann drehe ich mich um und frage 'Echt, wo?' Aber die Leute sollen wissen, dass ich nicht Lady Gaga bin, sondern der ZOMBIE BOY“, wird Rico kurz aufbrausend, um sich dann wieder schnell zu korrigieren: "Schreib das bitte nicht. Ich liebe Lady Gaga. Sie ist so cooooool!"

Support durch Teddy-O

Zombie Boy | Samstag, 31. August 2013 Zombie Boy | Samstag, 31. August 2013 Zombie Boy | Samstag, 31. August 2013 Zombie Boy // Sa 31.08.13 Rudas Studios 103 Fotos "Wie er denn zum DJing kommt, möchte ich wissen und was er in den Rudas Studios auflegen wird. "Ich höre Metal, Rock 'n' Roll, Hiphop, Blues und vieles mehr. Ich liebe Musik und liebe es, Musik für andere auszusuchen und so richtig Party zu machen. Was ich dann spiele, hängt aber immer vom jeweiligen Club ab. Da passe ich mich an." Unterstützung bekommt er dabei am Samstagabend vom erfahrenen DJ Teddy-O, der nicht nur regelmäßig in den Rudas Studios aufgelegt und die Partyleute dort gut kennt. Er hatte schon Auftritte an den Plattentellern mit den ganz großen Namen der amerikanischen Rap- und Musik-Szene, wie P.Diddy, Ja Rule, R.Kelly, Outkast, Missy Elliott, Wyclef Jean, Jay-Z, Nelly, Destiny's Child, Pharrell Williams, Eminem, Timbaland oder Rihanna.

Schon beim Interview, an dem Teddy-O auch teilnimmt, verspricht er Rick Genest ihm am 31. August unter die Arme zu greifen und schnappt mir eine Frage von den Lippen: „Was hast du eigentlich mit Mode am Hut?“ Eine gute Frage, wenn man sich den Lebenslauf von Genest im Schnelldurchlauf durchliest: Punk, Anarchist, Hausbesetzer, Obdachloser. Nicht gerade die Karriere-Leiter eines Models. Seine ehrliche Antwort: „Money!“

Er liebe es nun mal viel Geld zu verdienen, sein Leben zu genießen und Party zu machen. Und wenn ihr auch an einem Abend mit dem „Zombie Boy“ Party machen wollt, dann nehmt euch am kommenden Samstag nichts anderes vor!

Zombie Boy in den Rudas Studios (Düsseldorf, Am Zollhof 11) am Samstag, den 31. August 2013, ab 22 Uhr, Eintritt 15 Euro.