Kampagne der Stadt Düsseldorf wirkt

Weniger Party-Müll am Rhein

Kampagne der Stadt Düsseldorf wirkt: Weniger Party-Müll am Rhein Kampagne der Stadt Düsseldorf wirkt: Weniger Party-Müll am Rhein Foto: RP/Thomas Bußkamp
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Die städtische Anti-Müll-Kampagne hat Wirkung gezeigt, besonders das linke Rheinufer ist deutlich sauberer. Mit 3000 Postkarten, Müllsäcken und 63 zusätzlichen Mülleimern hat das Umweltdezernat die Bürger sensibilisiert.

Bei gutem Wetter: Müll und Scherben am Rhein und im Hofgarten Bei gutem Wetter: Müll und Scherben am Rhein und im Hofgarten Bei gutem Wetter: Müll und Scherben am Rhein und im Hofgarten Bei gutem Wetter Müll und Scherben am Rhein und im Hofgarten 12 Fotos Einen "freundlichen Appell" nennt Umwelt-Dezernentin Helga Stulgies das, was die Promotion-Mitarbeiter in den vergangenen Wochen am Düsseldorfer Rheinufer betrieben haben. Drei Zweier-Teams aus zumeist jungen Mitarbeiterinnen hatten genau die Menschen angesprochen, von denen potenziell die größte Verschmutzungsgefahr ausgeht. Picknicker, Grill-Gruppen und Jugendliche, die den Strand zum Partymachen nutzen, bekommen von den Damen eine Postkarte überreicht, auf der Sprüche wie "Grill gut – aber bleib sauber" gedruckt sind. Dazu gibt es jeweils einen Müllbeutel. Rund 3000 dieser kostenlosen Kombi-Pakete haben sie seit April unter die Leute gebracht.

Dreck am Rhein: Partymüll: So machen es die anderen Dreck am Rhein Partymüll: So machen es die anderen Zum Artikel » Im Gegensatz zu den Mitarbeitern des Ordnungsamts, die in Gebieten wie dem Himmelgeister Rheinbogen mit Bußgeldern dagegen vorgehen, dass Menschen die naturgeschützten Flächen betreten, dient die Kampagne am Rhein dazu, die Leute auf die Müll-Problematik aufmerksam zu machen und für einen verantwortungsvollen Umgang mit den öffentlichen Plätzen zu sensibilisieren. "Trotzdem ist unser Vorgehen natürlich mehrstufig", sagt Stulgies. "Die Kampagne ist eine freundliche Ansprache, ein Aufmerksammachen auf die Problematik mit dem Müll. Wer danach unbelehrbar ist, der muss auch mit einem Bußgeld rechnen." Die Mitarbeiter der Promotion-Teams verständigen in diesen Fällen den Ordnungs- und Servicedienst (OSD).

Seit April im Einsatz

Schon im vergangenen Jahr hatte die Stadt eine ähnliche Sonderaktion gestartet, "allerdings zu spät im Jahr", sagt die Umwelt-Dezernentin. In diesem Jahr begann die Aufklärungsarbeit pünktlich mit der Freiluft-Saison. "Ab April waren die Teams unterwegs, je nach Wetterlage werden sie bis September oder darüber hinaus an den Wochenenden und zu Feiertagen unterwegs sein." Zuvor hatten sich immer wieder aufgebrachte Düsseldorfer beim Servicetelefon für Stadtsauberkeit über die teilweise schwer verschmutzten Strände beschwert. Die 160 ganzjährig montierten Mülleimer entlang des Rheinufers reichten nach Ansicht vieler Bürger nicht aus und so landeten Abfall, Dosen und Flaschen regelmäßig direkt in der Natur.

Die Stadt montierte im April deshalb 40 weitere, saisonale Mülleimer auf der linken Rheinseite und weitere 23 auf der rechten Seite. Mindestens zwei- bis dreimal pro Woche werden diese nun den ganzen Sommer über geleert und gegebenenfalls gereinigt. Insgesamt 300 000 Euro kostet die Stadt das jährlich.

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Doch der Sonderaufwand lohnt sich. "Besonders schlimm war es vor der Aktion auf der Oberkasseler Seite. Nun steht alle 80 bis 100 Meter ein Mülleimer, und die Tüten, die verteilt werden, sorgen dafür, dass die Leute nicht für jede leere Dose zum nächsten Müllbehälter wandern müssen, sondern erst am Ende alles zusammen wegwerfen können", sagt Stulgies.

Die Aktion

Unter dem Namen "Unsere Stadt. Unsere Ufer. Unsere Verantwortung" fasst die Stadt die Sonderaktion zusammen. Wer weitere Hinweise auf Verschmutzung hat, kann sich unter der Telefonnummer 0211/8925050 an das Servicetelefon Stadtsauberkeit der Stadt wenden. Es ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr besetzt, in der übrigen Zeit läuft ein Anrufbeantworter.

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Quelle: RP