Kürzer Alt - das Bier an der Kurze Straße

Neues Altbier in der Altstadt

Kürzer Alt - das Bier an der Kurze Straße: Neues Altbier in der Altstadt Kürzer Alt - das Bier an der Kurze Straße: Neues Altbier in der Altstadt Foto: Andreas Bretz
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Gastronom Hans-Peter Schwemin schenkt seit Kurzem an der Kurze Straße das "Kürzer Alt" aus, das es zunächst in drei Kneipen geben soll. Die Sorte wird aus einem Fass gezapft, das niemals leer wird.

Im Zentrum der Landeshauptstadt gibt es ab sofort fünf Hausbrauereien. Zu den bekannten Häusern und Sorten (siehe Info) hat sich gestern das "Kürzer Alt" gesellt. Gastronom Hans-Peter Schwemin hat es im Sommer entwickelt und nun erstmals seinen Gästen in der Kneipe "Schaukelstühlchen" präsentiert. Ende Oktober will er das Bier auch in seinem Brauhaus neben dem "Schaukelstühlchen" servieren. Außerdem soll es das "Kürzer" im "Engelchen" geben.

Damit sind Schwemins 20 Jahre alter Traum vom eigenen Altbier und dessen fünfmonatige Umsetzung nun die gewünschte Wirklichkeit geworden. Der 52-Jährige hatte zunächst die früheren Kneipen "Quetsche" und "Kiste" zusammengelegt und dort Platz für das Sudhaus geschaffen. Im Mai rollten dann vier Sattelschlepper und ein Kran in die Altstadt, um die in Bayern maßgeschneiderten Tanks an ihren Platz zu transportieren. Seitdem arbeiten der Gastronom und sein Team daran, das Brauhaus herzurichten und den gewünschten Geschmack fürs "Kürzer Alt" zu finden.

Nach vielem Probieren ist nun die Mischung gefunden: leicht, sehr frisch, malzig, mit einer karamelligen Note. Schwemin hofft, damit mehr jüngere und mehr weibliche Fans fürs Alt zu gewinnen. Dazu passen seine Pläne für das Brauhaus: Mit den Möbeln will er die Brauhaus-Kultur in die heutige Zeit holen. "Wir arbeiten mit der Substanz, die wir haben, und neuen Stücken, die aber nicht steril wirken dürfen", sagt er. "Es wird eine Mischung aus Brauhaus und Studentenkneipe." 160 bis 180 Gäste sollen in dem verwinkelten Brauhaus Platz finden, im Erdgeschoss mit dem Blick auf das verglaste Sudhaus oder im ausgebauten Gewölbekeller.

Fass direkt mit Tank verbunden

Besondere Attraktion neben dem Bier sind die Fässer, aus denen es gezapft wird. Sie sind aus Glas, besitzen in der Mitte eine Kühlung, die das Alt frisch halten, und sie werden niemals leer. Die Fässer sind direkt mit den Drucktanks in der Decke verbunden. Über ein Ventil kann der Wirt jederzeit kontrolliert frisches Bier nachlaufen lassen.

Schwemin sieht das "Kürzer" nicht als Konkurrenten für die etablierten Häuser. Er ist mit dem fünften Platz unter der Altstadt-Brauereien zufrieden und peilt rund 20 Prozent der dort produzierten Menge an. "Eine fünfte Hausbrauerei ist eher eine Bereicherung als eine Konkurrenz. Die Altstadt kann dadurch nur noch attraktiver werden", sagt der "Kürzer"-Chef. Das neue Alt soll es mittelfristig nicht nur in den drei Kneipen geben, sondern auch für Zuhause. Für die Flaschenabfüllung gibt es bereits einen Kooperationspartner, außerdem hat Schwemin einige herkömmliche Fässer gekauft.

Die Premiere hat Schwemin in seinen Plänen bestätigt. Nur per SMS hatte er über die ersten Liter "Kürzer" informiert, dennoch wurden die Plätze schnell knapp und im gläsernen Fass stieg und fiel der Pegel im raschen Wechsel.

Quelle: rpo