Lippenstift im Absatz

Tresor-Schuh für die Disco

Lippenstift im Absatz: Tresor-Schuh für die Disco Lippenstift im Absatz: Tresor-Schuh für die Disco
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Alina Horz und Svea Strehlow entwickeln im Rahmen des Projekts "business@school" einen Frauenschuh, in dessen Absatz ein kleines Fach für Kleingeld, Haustürschlüssel oder Lippenstift eingebaut ist. Schuhe mit eingebautem Fach für Kleingeld, Schlüssel und Lippenstift – das hat jeder Frau gefehlt, dachten sich die beiden Schülerinnen Alina Horz und Svea Strehlow. Sie besuchen das St. Hildegardis Gymnasium und nehmen im laufendem Schuljahr an dem Projekt "business@School" teil. Dabei lernen Schüler Bilanzen zu lesen und Unternehmen zu analysieren, am Schluss entwickeln sie sogar eine eigene Geschäftsidee. Mit ihrem "Lady Chic", so heißt der Schuh mit dem Tresor-Absatz, haben sich die beiden 16-Jährigen beim Schulfinale gegen zwei andere Teams des Mädchen-Gymnasiums durchgesetzt. Die beiden Schülerinnen gehen gerne aus und hatten häufig das Problem, dass sie nicht wussten, wohin mit Kleingeld und Haustürschlüssel: "Handtaschen stören beim Tanzen in der Disco ziemlich, deswegen haben wir nach einer Alternative gesucht und sind so auf den Schuh gekommen".

Schuh zum Patent angemeldet

Der Prototyp des "Lady Chic" hat einen Keilabsatz, der von innen hohl ist, und daran ist eine kleine Klappe zum Öffnen befestigt. Das Fach ist innen mit Schaumstoff ausgelegt, damit die Gegenstände beim Laufen nicht klappern. Hintergrund des Projekts ist die Aktion "business@school" der "Boston Consulting Group". Das Angebot richtet sich an Schüler der Jahrgangsstufen zehn bis 13. Zum Start erhalten die Teilnehmer einen theoretischen Grundlagenkursus in Wirtschaft und Marketing, bevor es in der ersten Phase darum geht, Geschäftsberichte einer großen, selbst gewählten Firma zu lesen und zu verstehen. In einer zweiten Phase dürfen sich die Teams ein kleines Unternehmen aussuchen, das sie ausführlich unter die Lupe nehmen – mit Bilanzen, Stärken-Schwächen-Analyse und Kundeninterviews.

In einem dritten Teil entwickeln die Teams eine eigene Idee und arbeiten sie bis zur Geschäftsreife aus, inklusive Gewinnerwartungsrechnung, Zielgruppenanalyse und Entwicklung von Marketingstrategien. "Das Projekt ist sehr zeitaufwändig, in letzter Zeit sind Hobbys und Freunde oft zu kurz gekommen", erklärt Alina Horz. "In der Woche vor dem Schulfinale haben wir jede freie Minute an unserem Konzept gearbeitet, viel Zeit zum Schlafen war da nicht." Trotzdem bereuen sie die Teilnahme nicht: Sie hätten jede Menge über Wirtschaft und über das Präsentieren gelernt und seien selbstbewusster geworden, erklären die Mädchen.

Quelle: rpo