Louie Austen im Theater an der Kö

Bar-Entertainment trifft auf ClubSounds

Louie Austen im Theater an der Kö: Bar-Entertainment trifft auf ClubSounds Louie Austen im Theater an der Kö: Bar-Entertainment trifft auf ClubSounds Foto: Pehle Konzerte Events

Düsseldorf (dto). Am dritten Märzwochenende kommt ein LiveAct der besonderen Art nach Düsseldorf. Wer vor vier Jahren bei der „cpd xsite“ Fashion-Party im Düsseldorfer Schauspielhaus war, wird sich möglicherweise noch an den älteren Herrn im weißen Smoking erinnern, der zum Sound zweier DJs mit sonorer Stimme House und Easy-Listening-Songs zum Besten gab. Die Rede ist von Louie Austen, der am 18. März im Theater an der Kö zu hören sein wird.

Wo könnte man in Wien, nach einem abendlichen Streifzug durch die Stadt, den Tag besser ausklingen lassen als bei einem entspannten Glas Champagner in der Hotelbar des Marriott. Das galt zumindest für die Zeit, als Louie Austen dort noch für den musikalischen Rahmen sorgte, mit seinen Jazz- und Bluesnummern. Damals drängten sich Fans und auch so mancher Promi noch zu später Stunde um sein Klavier. Wer den weit gereisten Sänger heute hören möchte, der wird in der Bar des Mariott nicht mehr fündig. Stattdessen verspricht ein Streifzug durch die Wiener Szene-Clubs mehr Erfolg.

Es hört sich fast wie ein Klischee an, dass der als Luis Alois 1946 in Wien geborene Sänger, Pianist und Schauspieler durch die ganze Welt reist, aber am Rande des Existenzminimums lebt. Und das obwohl er mit bekannten Musikern arbeitet, wie dem britischen „King of Romance“ – Engelbert Humperdinck, der in den 60er und 70er Jahren wahre Chart-Erfolge feiert. Als weltgereister Musiker kehrt Austen immer noch arm wie eine Kirchenmaus in den 80er Jahren zurück nach Wien, wo er einen Job in den Bars diverser Hotels annimmt.

Das beschauliche Leben von Louis Austen gerät etwas aus den Fugen, als er auf den Wiener Produzenten Mario Neugebauer trifft, der ihm vorschlägt, einmal mit ins Studio zu gehen: Clubkultur traf hier auf klassisches Entertainment, so könnte man diese erste Begegnung beschreiben. 1999 entsteht daraus „Consequences“, das auf dem Wiener Cheap-Label erscheint. Schnell erliegt die Clubszene dem verführerischen Charme das Altmeisters, dank Hits wie „Hoping“ oder „Amore“. Kein Wunder also, dass die Kooperation zwischen den Generationen weitere Früchte trägt. Mit der kanadischen Sex-Botschafterin Peaches nimmt Austen den Elektro-Track „Grab My Shaft“ auf, „dirty lyrics“ inklusive.

2003 kommt „Easy Love“ heraus, das mit gewohntem Feingespür die Genregrenzen zwischen House, Easy Listening und Big Band-Sound überschreitet. Austens musikalische Frischzellenkur zahlt sich auch live aus. Er bereist in den kommenden zwei Jahren die ganze Welt und kommt auch zur bereits erwähnten Fashion-Party ins Düsseldorfer Schauspielhaus. Ende September 2005 erscheint die EP „Heaven’s Floor“, die Dancefloor und Austen-Pop mal funky, mal elektronischer im eleganten Mainstream-Format zusammen schweißt. Zum Einstand schickt Louie unter anderem Hot Chocolates „Heaven (Is In The Backseat Of My Cadillac)“ ins Rennen. Ein Austen-Album steht für Anfang 2006 an.

Louie Austen im Theater an der Kö, 18. März, Beginn 20 Uhr, Eintritt 15,70 Euro bis 19,35 Euro, Ticket-Hotline 0211 - 322333

Quelle: rpo