Mönchengladbach

Glasverbot in der Altstadt?

Mönchengladbach: Glasverbot in der Altstadt? Mönchengladbach: Glasverbot in der Altstadt? Foto: Isabella Raupold
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Der CDU-Kreisverband will sich für eine sichere und saubere Altstadt einsetzen. Deshalb schlägt er ein Glasverbot an Wochenenden vor. Außerdem soll der Kommunale Ordnungsdienst auch nach Mitternacht noch kontrollieren.

Für Polizeihunde ist die Altstadt kein gutes Pflaster. Wegen der vielen Scherben, die dort herumliegen, und der damit einhergehenden Verletzungsgefahr sehen sich die Hundeführer oft gezwungen, ihren Tieren Schuhe überzuziehen.

Aber auch die Anwohner und die GEM kennen das Problem: Am Wochenende wird nicht nur in den Kneipen gefeiert, sondern auch davor. Vor allem Jugendliche kaufen Bier und Schnaps lieber am Büdchen als in der Bar, wo es teurer ist. Und weil viele Flaschen nicht in Mülleimern, sondern auf dem Pflaster landen, ist die Waldhausener Straße in den frühen Morgenstunden oft mit Scherben übersät.

Kreative Lösungen

Karneval in der Altstadt: So funktioniert das Glasverbot Karneval in der Altstadt So funktioniert das Glasverbot Zum Artikel » Aus dem Grund stellt der CDU-Kreisverband ein Glasverbot für die Altstadt zur Diskussion und hat einen entsprechenden Antrag für die nächste CDU-Mitgliederversammlung am 13. Oktober vorbereitet. Das Glasverbot in der Altstadt soll an bestimmten Tagen – zum Beispiel an den Wochenenden – und zu bestimmten Uhrzeiten gelten.

Dass es gegen großflächige Glasverbote rechtliche Bedenken gibt, ist Jochen Klenner, CDU-Kreisgeschäftsführer, bewusst. "Aber wir können ja nicht jegliche Diskussion einstellen, nur weil es möglicherweise rechtliche Einwände gibt", sagt er. Außerdem werde das Glasverbot in anderen Städten erfolgreich umgesetzt – zum Beispiel auf der Reeperbahn. Dort dürfen an den Wochenenden keine Getränke in Gläsern und Glasflaschen verkauft werden.

Wenn sich junge Leute am Kiosk ein Bier kaufen, weil es dort billiger ist, sei das eine Sache. Eine andere, wenn sie anschließend die Flaschen auf dem Pflaster zerdeppern, sagt Klenner. Dennoch stehe die CDU kreativen Lösungen offen gegenüber. In anderen Städten dürfen Kiosk-Besitzer zum Beispiel die Flaschen öffnen, das Getränk in Pappbecher einschenken und weitergeben.

Und es gibt noch einen weiteren Vorschlag des CDU-Kreisverbandes für eine sichere und saubere Altstadt: Der Kommunale Ordnungsdienst (KOS) soll in der Altstadt an den Wochenenden auch nach Mitternacht noch eingesetzt werden. "Die Gäste kommen, der KOS geht. Das kann es ja nicht sein", sagt Klenner. Ordnungsrechtliche Verstöße – wie zum Beispiel das Wildpinkeln – würden erfahrungsgemäß nach Mitternacht zunehmen.

Der Ordnungsdienst solle für den nächtlichen Einsatz angemessen entlohnt werden. Die CDU glaubt, dass Mehrausgaben durch die Ahndung von Ordnungswidrigkeiten schnell wieder hereingeholt würden. Und wenn man es so organisieren würde, dass der KOS zusammen mit der Polizei unterwegs ist, dann wäre auch für die Sicherheit der Mitarbeiter gesorgt. Auch das soll am 13. Oktober auf der Mitgliederversammlung diskutiert werden.

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Quelle: RP