Musik, Mode und Zukunftspläne

Noah Becker aka „DJ Knowa“ im Interview

Musik, Mode und Zukunftspläne: Noah Becker aka „DJ Knowa“ im Interview Musik, Mode und Zukunftspläne: Noah Becker aka „DJ Knowa“ im Interview Foto: TONIGHT.de/Michael Baron
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Wie der Vater, so der Sohn!? Statt in die sportlichen Fußstapfen seines Papas zu treten, schlägt Noah Becker eine ganz andere Richtung ein: Der 19-Jährige feilt gerade an einer internationalen DJ-Karriere. Unsere Kollegin Kristina traf den sympathischen Sohn der Tennis-Legende vor seinem Auftritt auf der „Fashionight“ im Dr. Thompsons auf ein persönliches Interview über seine DJ-Karriere, die neue „Fancy“-Kollektion und die Schwierigkeiten, das Kind prominenter Eltern zu sein.

Kristina: Du warst in den letzter Zeit gleichzeitig im Musik- und Modebusiness aktiv sehr aktiv: Im letzten Jahr bist du mit deinem Kumpel Monroe als DJ durch Europa getourt und warst auch schon in der Nachtresi an den Decks. Mit 16 Jahren hast du das Label „Fancy“ gegründet. Was liegt dir denn mehr am Herzen – Musik oder Mode?

Noah: Mein Hauptfokus liegt zurzeit ganz klar auf meiner Musik-Karriere. Musik ist das was ich liebe, meine große Leidenschaft. Das bedeutet jetzt aber nicht, dass mir Mode nicht so wichtig ist. Ich finde, dass Musik und Mode einfach zusammen gehören.

Zum Thema Mode: Wie geht es denn mit deinem Label „Fancy“ weiter - es ist ja ein wenig still um die Modelinie geworden… Ist eine neue Kollektion in Planung?

Wir haben mit „Fancy“ ein Jahr Pause gemacht, in dem ich mich ganz auf meine Musik konzentriert habe. Aber jetzt geht es auch wieder in Sachen Mode weiter! Ihr könnt auf eine echt coole Herbst/Winter Kollektion gespannt sein!

Noah Becker Interview (image/jpeg) Noah mit Reporterin Kristina und Managerin Riany (v. r.)

Wird es in der neuen Kollektion wieder hauptsächlich um Print-Shirts gehen?

Nein, diesmal wird alles ganz anders! Daher auch das Jahr Pause. Das Label ist erwachsener geworden… In Planung ist eine „High-End Streetwear“ Kollektion mit knapp 35 Teilen - Hosen, Shirts, Socken - alles Mögliche. Ich hoffe, wir schaffen es pünktlich zu meinem Geburtstag am 18. Januar!

Planst du denn jetzt regelmäßig neue Kollektionen herauszubringen?

Ja, auf jeden Fall! Es wird zu jeder Saison eine neue „Fancy“- Kollektion geben, also zwei Mal im Jahr.

Noah Becker Interview (image/jpeg) Musiker und Designer Noah: Super sympathisch! Wie du mir eben schon erzählt hast, liegt dein Hauptfokus ja aber eigentlich auf deiner DJ-Karriere - in welche Richtung gehst du beim Auflegen?

Ich stehe auf elektronische Musik… Deep Technique und so. Ich arbeite eher weniger mit Vocals. Loco Dice finde ich ziemlich cool. So Kommerz-Sachen sind gar nichts für mich...

Hast du denn ein musikalisches Vorbild?

Hmm, früher war mein Vorbild immer Daft Punk... Die sind echt geil!

Du legst ja auch außerhalb von Deutschland als DJ auf – zum Beispiel in Miami und aktuell in London. Gibt es einen Track der überall geht und den du zurzeit am Liebsten spielst?

Maribou State von James Welsh und Sachen von Hoxly gehen richtig gut!

Noah Becker Dr. Thompsons Fashionight (image/jpeg) "DJ Knowa" an den Turntables im Dr. Thompsons.

Was war das coolste Event, bei dem du je aufgelegt hast?

Ich durfte auf Ibiza im Ushuaïa Beach Club auf der größten Poolparty der Welt auflegen, das war echt heftig! Vor so vielen Leuten…

Ist es für dich als Sohn eines Prominenten denn überhaupt noch aufregend im Rampenlicht zu stehen, oder bist du das schon von klein auf gewöhnt?

Naja, also in Ibiza habe ich ja vor knapp 8000 Leuten aufgelegt - das war schon krass. Da war ich dann auch wirklich ziemlich aufgeregt!

Larissa Freundin Noah Becker (image/jpeg) Noahs Freundin Larissa, sie ist ebenfalls Musikerin. Wow, 8000! Heute Abend im Dr. Thompsons spielst du vor einem „etwas“ kleineren Publikum. Deine Mutter und deine Freundin sind mit dabei und 2012 in der Nachtresidenz hat dich dein Vater begleitet… Unterstützen dich deine Eltern bei deiner Karriere sehr?

Ja, sie stehen beide vollkommen hinter mir. Aber ganz ehrlich – auch wenn sie es nicht täten, würde ich trotzdem das tuen was mir Spaß macht - und das sind nun mal Musik und auch Mode.

Würdest du sagen, es ist manchmal leichter in der Musik- und Modebranche Fuß zu fassen, wenn man berühmte Eltern hat?

Puh, überhaupt nicht! Ich würde sogar sagen, es ist schwieriger!

Warum?

Man wird halt direkt in eine Schublade gesteckt, keiner nimmt das was du tust wirklich auf Anhieb ernst. Viele denken halt: „ach ja, jetzt macht er so n bisschen Musik…“ Aber so ist das nicht. Ich will meine eigene Karriere machen, mein eigenes Geld verdienen und meine Leidenschaft leben. Das ist mir wirklich wichtig. Daher auch mein Künstlername „Knowa“, nicht Noah Becker.

Du wohnst ja in London, bist in Miami aufgewachsen und Kind deutscher Eltern. Siehst du dich selbst als Amerikaner, Deutscher oder gar Brite?

(lacht) Haha, ich würde sagen, ich bin „Miamier“. Wenn es sowas überhaupt gibt. Nein im Ernst, Miami hat mich am meisten geprägt. Die Stadt kann man mit nichts anderem vergleichen…

Was sind deine Pläne für das nächste Jahr?

In der Mode - ganz klar: neue Kollektionen herausbringen. Jetzt steht ja erst mal die für H/W 2013 an und in der Musik plane ich viele neue Productions und Remixes und eben weiterhin aufzulegen…

Wir sind gespannt!

Hier eine kleine Kostprobe von DJ „Knowa“!

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