Neuer Club tritt die Sam’s-Nachfolge an

Jbriel eröffnet jetzt Anfang Juli

Neuer Club tritt die Sam’s-Nachfolge an: Jbriel eröffnet jetzt Anfang Juli Neuer Club tritt die Sam’s-Nachfolge an: Jbriel eröffnet jetzt Anfang Juli Foto: Veranstalter

Schon länger gibt es Gerüchte um die Räumlichkeiten an der Königsallee 27, genauer gesagt um die der ehemaligen Nobel-Disco Sam’s. Wo vor rund 30 Jahren Stars und Sternchen feierten, über lange Zeit die so genannte Schicki-Micki-Gesellschaft zu Hause war und zum wenig ruhmreichen Schluss nur noch die Erinnerung an legendäre Partynächte von damals blieb, wird wieder ein Club eröffnen. Mit neuem Namen und neuem Konzept wollen der Inhaber und sein Team das schaffen, was sie laut eigenen Aussagen im Düsseldorfer Nachtleben vermissen: Eine exklusive Adresse zum Feiern, bei der die Gäste und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. Voraussichtlich im Frühjahr wird Jbriel die Pforten aufmachen.

Die Adresse steht für sich – genauso wie die Historie des „Sam’s“: Von Charly Büchter in den 60ern ins Leben gerufen, feierten hier einst Promis, Künstler, Industriebosse und Top-Sportler. Grace Jones, Paul Anka, der verstorbene Andy Warhol und und und… – die illustren Gäste liebten die noble Kö-Disco, auch deshalb, weil sie hier ganz diskret die Champagner-Korken knallen lassen konnten. Das ist lange her, fällt aber ins Gewicht, wenn man hier wieder einen Club aufmachen möchte.

Und so ist der Anspruch der neuen Macher groß: Klasse statt Masse, etwas Neues bringen und gleichzeitig die Mythen wieder lebendig werden lassen. Keine leichte Aufgabe…

Rückblick. Ein schöner Herbstnachmittag in einem Altbau am Rhein. Hier sitzen wir mit dem neuen Inhaber, dem Marketing-Chef und dem Innenarchitekten zusammen. Zwei Jahre lang haben sie um die Location mit der feinen Adresse „gekämpft“. Zeit genug, um sich darüber Gedanken zu machen, wie ihr Club aussehen soll, wen sie erreichen wollen.

Königsallee (image/jpeg) In den Räumlichkeiten des ehemaligen Sam's und damit an der Königsallee 27 wird das Jbriel eröffnen. „Bei uns dreht sich alles um den Gast, er soll bei uns eine tolle Zeit haben und den Abend genießen!“ Deshalb sind sich alle Beteiligten einig, dass der Service an erster Stelle steht - und der fängt an der Tür an. „Unsere Clubmanagerin wird jeden persönlich begrüßen“, so der Inhaber. Und wenn das Outfit mal nicht passt? „Dann wird sie dezent darauf hinweisen, der Gast sollte sich aber auf keinen Fall vor den Kopf gestoßen fühlen.“ Einlass ist übrigens ab 26 Jahren.

Doch weiter im Konzept. Das Personal wird Uniformen tragen, für Eintritt und Garderobe zahlt man nichts und musikalisch sorgen die hauseigenen Residents für die richtige Mischung „auf hohem Klangniveau". Freitags und samstags öffnet das Jbriel, ein VIP-Bereich ist nicht vorgesehen – denn irgendwie ist der ganze Club ja schon VIP. „Maximal 180 Leute passen rein, da feiert man ohnehin in fast familiärer Atmosphäre.“

Das Team will seinen Gästen Premium-Qualität bieten. Ob im Service, in der Getränkeauswahl („kein Bier, keine Cocktails"), im Ambiente („mit keinem Düsseldorfer Club zu vergleichen!“) – wer ins Jbriel kommt, soll sich wohlfühlen, stilvoll und mit allen Sinnen feiern. Kurzum: Einen unvergesslichen Abend erleben, der natürlich auch seinen Preis hat – dabei aber bezahlbar bleibt. „Lieber geht man nur einmal im Monat richtig gut aus, zahlt dafür aber gerne etwas mehr“, so die Meinung.

Fremdveranstaltungen wird es nicht geben, dafür feiern die Gäste wie zu den Hoch-Zeiten des Sam's unter Ausschluss der Öffentlichkeit: Keine Partyfotos, kein Facebook – man bleibt im Jbriel unter sich. Und damit schließt sich zumindest hier der Kreis zum Vorgänger. Alles Weitere wird sich im Frühjahr 2012 zeigen…

Jbriel, Königsallee 27, 40212 Düsseldorf, www.jbriel.com