Neustart in Oberkassel

Prinzinger hat wieder geöffnet

Neustart in Oberkassel: Prinzinger hat wieder geöffnet Neustart in Oberkassel: Prinzinger hat wieder geöffnet Foto: RP/Andreas Endermann
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Seit etwa 100 Jahren gibt es das Restaurant Prinzinger in Oberkassel. Nach Leerstand und einem verunglückten Neustart im vergangenen Jahr hat es nun wieder geöffnet. Der Inhaber möchte mit einem komplett neuen Team und einem frischen Konzept wieder Gäste in das Traditionslokal locken.

Wenn man ihn auf sein neues Restaurant anspricht, kommt Naser Dervishaj ins Schwärmen. "Als ich die Räume zum ersten Mal gesehen habe, war ich fasziniert. Ich wollte immer als Gastronom arbeiten – jetzt habe ich mit dem Prinzinger ein Projekt", sagt der Frankfurter, der seit 16 Jahren drei Filialen der "Wiener Feinbäckerei" leitet.

Die Motivation ist nötig: In den vergangenen Jahren verlor das Traditionslokal an der Leostraße beständig Gäste – mal waren sie mit dem Essen unzufrieden, mal mit dem Service. Zwei Jahre lang stand es leer und wurde renoviert, bis es nach der Neueröffnung im August 2010 bereits zum Jahreswechsel wieder schloss. Dringende Reparaturen waren einer der Gründe.

Doch von den Altlasten will Dervishaj nichts wissen. "Wir wollen, dass die Leute sich wieder wohlfühlen und zufrieden sind – und das schaffen wir auch." Gemeinsam mit Restaurantleiter Fatih Ayoglu hat er ein neues Konzept entwickelt: bürgerliche Küche am Mittag, internationale Gerichte am Abend – mit wechselnder Speisekarte und Cocktails. Falls man sich mit der Stadt einigen könne, solle auch ein Biergarten an das Restaurant angeschlossen werden. Alle zwei Wochen ist Live-Musik geplant, auch ein DJ soll auflegen. "Wir werden sehen, wie die Gäste es annehmen", sagt Dervishaj.

Vom alten Team ist niemand mehr da, dafür gibt es aber neue, gelernte Servicekräfte – und zwei Köche, die bereits in Düsseldorfer Restaurants wie der Brasserie Hülsmann oder Auermühle hinter dem Herd standen. Das schlichte Mobiliar ist geblieben, doch die Gäste blicken nun durch große Fensterfronten. An den Wänden hängt abstrakte Malerei, die Beleuchtung soll künftig indirekt sein und die Lautstärke in dem hohen Raum noch gedämmt werden.

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Quelle: RP