Phoneheads treffen Düsys

"Elektro-Klassik" in der Tonhalle

Phoneheads treffen Düsys: "Elektro-Klassik" in der Tonhalle Phoneheads treffen Düsys: "Elektro-Klassik" in der Tonhalle Foto: PR

Die Düsseldorfer Symphoniker und das Elektronik-Duo Phoneheads treffen erneut in der Tonhalle aufeinander. Das Konzept des Experiments, elektronische und symphonische Musik gleichberechtigt fusionieren zu lassen wird im Vergleich zum ersten Auftritt 2007 erweitet. Komponistin Heike Beckmann hat eigens für dieses Konzert gemeinsam mit den Phoneheads zwei neue Stücke geschrieben.

Steckt man U und E zusammen, kommt ein Ü - wie Überraschung - heraus. Eine große musikalische Überraschung gab es im März 2007 in der Tonhalle. Die Düsseldorfer Symphoniker und das Elektronik-Duo Phoneheads samt Band trafen sich zu einem gemeinsamen Konzert in der Tonhalle. Weder das vermeintliche E in Gestalt des Düsseldorfer Orchesters, noch das populär-elektronische U um die beiden Phoneheads Philipp Maiburg und Michael Scheibenreiter wussten, ob das geplante Ü funktionieren würde.

Der frenetische Jubel einer vollbesetzten Tonhalle und eine live produzierte DVD besiegelten diese erfolgreiche Zusammenkunft und legten den Grundstein für eine zweite Überraschung: Am 19. Februar treffen die beiden Musikwelten erneut aufeinander.

Ein Blick zurück: Wie entsteht ein Ü?

Um nicht in dieselbe Falle zu tappen wie unzählige Crossoverprojekte der vergangenen Jahrzehnte, die einfach den typischen Sound einer Rock- oder Popband mit klassischsymphonischen Klängen zu übertünchen suchten, holten sich beide Seiten schon 2007 eine ausgefuchste „Dolmetscherin“ mit ins Boot. Heike Beckmann, versierte Wanderin zwischen den unterschiedlichsten musikalischen Welten, stellte sich dieser Herausforderung und löste die Aufgabe mit Bravour. Die Pianistin, Komponistin und Dirigentin bearbeitete Stücke aus zehn Jahren Phoneheads, komponierte die für die Tanzflächen der Welt geschaffenen Tracks aus und konfrontierte sie mit neuem symphonischem Material.

Sie war es, die die wechselseitige Verbindung zwischen Orchester, Band und Computer zuerst in der Theorie auf dem Notenblatt und schließlich in der Praxis im Konzertsaal Wirklichkeit werden ließ. An Sibelius oder Wagner gemahnende Klänge umspielten die Zuhörer aller Generationen und ließen klassische Phoneheads-Tracks wie „Roll That Stone“ oder „Subject Beautiful“ in ganz neuem Sound erstrahlen.

Neben einem 50 Mann starken Orchester, den beiden Phoneheadsmusikern sorgten Kante-Schlagzeuger Sebastian Vogel, Pianist Volker Bertelmann aka Hauschka, Bassist Frank Schwiklewski und der Londoner Sänger Cleveland Watkiss für einen ganz neuen und überraschenden Sound.

Was ist neu im Februar 2008?

Nun folgt am Dienstag nächster Woche die Neuauflage dieser spannenden Zusammenkunft. Das Konzept des Experiments, elektronische und symphonische Musik gleichberechtigt fusionieren zu lassen wird erweitet. Komponistin Heike Beckmann hat eigens für dieses Konzert gemeinsam mit den Phoneheads zwei neue Stücke geschrieben. Fand im März 2007 die Symbiose von Symphonik und Elektronik noch aufgrund bestehender Phoneheads-Werke statt, sollen mit den neuen Kompositionen eigene musikalische Horizonte eröffnet werden.

„Wir wissen jetzt, was prinzipiell möglich ist. Haben wir beim ersten Konzert für den einen oder anderen Part „Platz geschaffen“, lassen wir jetzt die musikalischen Ideen direkt aus den Möglichkeiten beider Gruppen entstehen“, erläutert Heike Beckmann ihre Kompositionen. Mit dem vorhandenen Wissen über Umsetzbarkeit und Herangehensweise dürfte das Konzerterlebnis der Phoneheads mit den Düsseldorfer Symphonikern in der Tonhalle noch beeindruckender werden.

Phoneheads und Düsseldorfer Symphoniker in der Tonhalle am Dienstag, den 19. Februar um 20 Uhr; Eintritt 22,50 Euro.

Quelle: rpo