Phoneheads vs. Düsys

Symphonisches Drum & Bass

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Symphonisches Drum & Bass: Phoneheads vs. Düsys in der Tonhalle Symphonisches Drum & Bass: Phoneheads vs. Düsys in der Tonhalle Symphonisches Drum & Bass: Phoneheads vs. Düsys in der Tonhalle Symphonisches Drum & Bass Phoneheads vs. Düsys in der Tonhalle 4 Fotos Ein Experiment ist ein Experiment ist ein Experiment. Das Elektronik-Duo Phoneheads und die Düsseldorfer Symphoniker wagten am Dienstag den zweiten gemeinsamen Versuch, elektronische und symphonische Musik gleichberechtigt fusionieren zu lassen. Das Ergebnis kann sich durchaus hören lassen, auch wenn die „Gleichberechtigung“ der beiden Musik-Welten in der Düsseldorfer Tonhalle zeitweise auf der Strecke blieb.

Nach dem Konzert waren die Meinungen über die Umsetzung des Konzerts gespalten, auch wenn sie eine Gemeinsamkeit hatten: Allen zufällig befragten Tonhallen-Gästen hatte das kurzweilige Event gefallen, doch gab es auch Kritikpunkte, wie die von Stefan Mainz: „Das Orchester war überwältigend und die Idee so etwas auf die Beine zu stellen klasse. Doch haperte es vor allem an der Abstimmung beider Seiten und der unterschiedlichen Lautstärke von Orchester und Boxensound.“

So hörte vor allem das Publikum, das Sitzplätze an der Seite des Orchesters hatte, kaum was Sänger Cleveland Watkiss von sich gab. Auch leise elektronische Töne, die aus den Boxen kamen, gingen im Schall der Tonhalle verloren. Im Gegensatz dazu waren die Parts von Drummer Sebastian Vogel nie zu überhören. Ekstatisch schlug Vogel ein ums andere Mal aufs Schlagzeug ein und fügte dem „Bass“ eine gehörige Portion „Drum“ hinzu. Dabei verpasste er schon mal die Anweisungen von Heike Beckmann, was die Dirigentin jedoch nicht mit einem bösen Blick, sondern mit einem Lächeln quittierte. Insgesamt hatte das Orchester und die Band der Phoneheads auf der Bühne viel Spaß. Die gute Stimmung wurde aufs bunt gemischte Publikum übertragen, so dass junge Elektrofans den Orchester-Klängen ebenso gespannt lauschten, wie ältere Zuschauer Drum & Bass Rhythmen.

Das anfängliche Gegeneinander der Phoneheads und Düsys entwickelte sich im Laufe den neunzig Minuten zu einem harmonierenden Miteinander, das seinen Höhepunkt in der Zugabe fand und mit viel Beifall aus den voll besetzen Rängen quittiert wurde. Denn zum Ende der Vorstellung gelang beiden Seiten das, was Ziel der Veranstaltung war: Elektronische und symphonische Musik gleichberechtigt fusionieren zu lassen.

Fazit: Das Experiment ist gelungen, hat jedoch viel Spielraum für Verbesserungen und macht Neugierig auf eine dritte Fortsetzung in der Tonhalle. Bereits am 30. April werden die Phoneheads einen neuen Versuch starten die unterschiedlichen Musik-Welten zu vereinen. Diesmal mit dem Hochschulorchester.

Quelle: rpo