Polizeibericht

Düsseldorfer feiern unfriedlich

Die Düsseldorfer feierten insgesamt nicht so friedlich ins neue Jahr wie in den vergangenen Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Beamten zu deutlich mehr Einsätzen gerufen. Große Ausschreitungen blieben aber aus.

Die Bilanz der Düsseldorfer Polizei fällt für die Silversternacht insgesamt positiv aus. Die Gesamtzahl der Polizeieinsätze im Stadtgebiet stieg im Vergleich zum Vorjahr auf 458 (Vorjahr: 409). Erfasst wurde der Zeitraum von 20 Uhr bis zum Neujahrsmorgen um 6 Uhr. Die Einsatzbelastung der Beamten blieb dabei von den späten Abendstunden bis in den frühen Morgen auf gleich bleibend hohem Niveau.

Größere Sachverhalte oder schwere Straftaten blieben aber wohl aus. Schwerpunkt des polizeilichen Einsatzes war auch in diesem Jahr die Innenstadt. Der Einsatzleiter der Polizeiinspektion Mitte stellte mehr Besucher zwischen Kö und Rhein als im vergangenen Jahr fest. Darunter auch wieder viele heranwachsende, alkoholisierte Besucher. Situationen, bei denen Personen durch ihr gewaltbereites und aggressives Verhalten auffielen, konnten durch frühzeitiges Eingreifen von uniformierten Polizeikräften entschärft und/oder bereinigt werden, bevor es zu Eskalationen kam.

Die Düsseldorfer Silvesternacht in Zahlen

Die Leitstelle zählte im Stadtgebiet 34 Einsätze wegen Körperverletzungen (Vorjahr 29). Die Beamten wurden 39 Mal zu allgemeinen Streitigkeiten gerufen. Im Vorjahr waren es 23 Einsätze wegen Streits. Die Zahl der Schlägereien stieg von acht Einsätzen auf 18 in diesem Jahr. 46 Mal musste die Polizei "ausrücken", weil sich Düsseldorfer in der Silvesternacht in ihrer Nachtruhe gestört fühlten (Vorjahr: 45). Die Beamten konnten in den allermeisten Fällen die Ruhe wieder herstellen. Die Zahl der Einsätze wegen des unerlaubten oder gefährlichen Umgangs mit Feuerwerk lag bei 16 (Vorjahr: 11). In 29 Fällen hieß das Einsatzstichwort "Randalierer". Im Vorjahr waren es 27 Personen, die auffällig wurden. Lediglich sechs Personen, darunter eine Frau, mussten den Jahreswechsel im Polizeigewahrsam verbringen. Im Vorjahr waren es noch zehn Personen gewesen, die so stark alkoholisiert waren, dass sie Silvester am Jürgensplatz verbringen mussten.

Die Verkehrslage zu Silvester war in der Stadt und auf den Autobahnen im Bezirk unauffällig. Die Polizei zählte in der Stadt sechs Unfälle. Dabei wurde eine Person leicht verletzt. Alkohol war dabei nicht im Spiel. Bei den flächendeckenden Alkoholkontrollen der Polizei fielen lediglich zwei Personen auf, die zu "tief ins Glas geschaut hatten".

Der Verkehr an den Taxihalteplätzen in der Innenstadt wurde nach dem gemeinsamen Konzept geregelt. Leider fielen wieder einige "Taxisuchende" wegen ihres rücksichtslosen Anhalteverhaltens auf. Die betroffenen Taxifahrer verhielten sich aus polizeilicher Sicht überwiegend korrekt.

Quelle: rpo