Rollende Theken

Gerichtsstreit um "Bierbikes" geht weiter

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Vorhang auf zur nächsten Runde im Streit um die sogenannten "Bierbikes" auf Düsseldorfs Straßen. Am Mittwoch wird sich das Verwaltungsgericht einmal mehr mit den rollenden Theken beschäftigen, die schon seit einiger Zeit zum Straßenbild gehören.

Allerdings ist dies vor allem der Stadt ein Dorn im Auge, die darum nun vor der 16. Kammer zum wiederholten Male ein Verbot durchsetzen will. Doch egal, wie die Richter am Mittwoch auch entscheiden werden – ein Ende der Auseinandersetzung ist noch lange nicht in Sicht. Denn im Rathaus versucht man bereits seit über einem Jahr, die Party-Wagen vom Asphalt zu bekommen.

Das Argument des Ordnungsamts: Die Freiluft-Kneipen auf Rädern gefährdeten den Straßenverkehr. Und tatsächlich: Vor allem, wenn zukünftige Ehemänner auf den Bikes zusammen mit Freunden ihren Junggesellenabschied feiern, geht es naturgemäß feucht-fröhlich zu.

Nun halten die Betreiber zwar entgegen, auf ihren Rikschas werde die "Hausordnung" strikt eingehalten. Die regele zum Beispiel, dass pro Stunde nicht mehr als zehn Liter Bier ausgeschenkt würden. Zudem sei selbstverständlich, dass der Mann am Lenker nüchtern bleibe.

Gleichwohl, bei einer Fahrt über mehrere Stunden fließt bei maximal 16 Feiernden auf einem Bierbike immer noch eine erkleckliche Menge Alkohol durch die Kehlen. Und da die Partygäste selbst für das Fortkommen sorgen, da sie gleichzeitig in die Pedale treten, sind die "Bierbikes" wohl die einzigen Gefährte, deren Tanks bei laufendem Betrieb immer "voller" werden. Was wiederum die Stadt schon 2009 auf den Plan rief, als man die Bikes per Eilverfahren aus dem Verkehr ziehen ließ.

Aber da das Oberverwaltungsgericht diese Entscheidung später aufhob, kommt es jetzt erneut zur Verhandlung. Wobei Matthias Ebecke, einer der Betreiber, bereits ankündigte, im Falle einer Niederlage weiter klagen zu wollen: „Dann ziehen wir vor das Bundesverwaltungsgericht.“

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Quelle: rpo