Samstag in Urdenbach

750 Schüler planen Trink-Party am Rhein

Samstag in Urdenbach: 750 Schüler planen Trink-Party am Rhein Samstag in Urdenbach: 750 Schüler planen Trink-Party am Rhein Foto: Screenshot
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Es soll die größte private Rhein-Party werden, die Düsseldorf je gesehen hat. Bisher haben sich 750 Schüler angekündigt, um am Samstagabend in Urdenbach zusammen zu feiern und zu trinken. Bei einer ähnlichen Party am Unterbacher See kam es im April zu Anzeigen wegen Ruhestörung und Alkoholexzessen.

Party-Einladungen auf der Internetplattform "SchülerVZ" liegen im Trend. Ein Heranwachsender aus Hilden nutzte dies nun für eine Idee. Mit seiner „Rhein-Break-Party“ will er einen neuen Rekord aufstellen. Es soll die größte private Feier aller Zeiten am Rhein werden.

„Rhein-Break“ leitet sich vom amerikanischen „Spring Break“ ab. Zum Ende des Winterquartals und vor Beginn des Frühlingsquartals suchen Studenten oft wärmere Orte der USA oder Mexiko auf, um ausgiebig zu feiern. Oft kommt es dabei auch zu regem Alkohol- und Drogenkonsum.

Alkoholkonsum ist auch beim „Rhein-Break“ zu erwarten. Initiator Norbert S. schreibt in seiner Einladung, dass alle Teilnehmer für die eigene Verpflegung verantwortlich seien. „Jeder nimmt sich selbst Alkohol, Essen, Sitzdecken oder ähnliches mit“, heißt es.

Die Verantwortung für mögliche Alkoholexzesse wälzt der Schüler ab: „Das Konsumieren von Bier, Wein und Sekt ist erst ab 16 Jahren gestattet. Schnaps und Spirituosen erst ab 18.“ Wer etwas trinke, trage selbst die Verantwortung. Teilnehmer Daniel S. kündigte bereits an, neben seiner Freundin und einer Decke auch Bier und Wodka mitbringen zu wollen. An anderen Stellen im Forum wird über mögliche „Alkoholschnorrer“ diskutiert.

Weitere Themen des Forums sind Ordnungsamt und Polizei. Die Jugendlichen haben für eine mögliche Konfrontation mit den Ordnungskräften einen „Streitschlichter“ berufen. Organisator Norbert schreibt, dass er die Polizei bereits informiert habe. Die Beamten hätten geantwortet, dass sie für die Feier zunächst nicht zuständig seien, und auf den Ordnungs- und Servicedienst (OSD) verwiesen.

Auf Nachfrage von unserer Redaktion bestätigte die Polizei, dass lediglich Anzeigen wegen Ruhestörung oder Körperverletzung in die Zuständigkeit der Beamten falle. „Natürlich haben wir uns gut aufgestellt. Bei dieser großen Personenansammlung wollen wir schließlich keine Überraschung erleben“, sagt Polizeisprecher Wolfgang Wierich. Möglicher Alkoholmissbrauch oder mangelhafte Müllentsorgung seien allerdings ein Fall für den OSD. „Zunächst ist es aber nur eine ganz normale öffentliche Party.“

Das sieht auch der Ordnungs- und Servicedienst der Stadt Düsseldorf so. Dennoch wolle man sich vorsichtshalber vor Ort ein genaues Bild der Lage machen und gegebenenfalls reagieren, teilte OSD-Chef Holger Körber mit. Sollten die Jugendlichen aus den Geschehnisse bei der Feier im April am Unterbacher See gelernt haben, steht dem Rekordversuch von Seiten der Stadt und der Polizei nichts im Weg.

Quelle: rpo