Sensation in der Esprit Arena

Tausende feiern ganz in Weiß

Sensation in der Esprit Arena: Tausende feiern ganz in Weiß Sensation in der Esprit Arena: Tausende feiern ganz in Weiß Foto: Tonight.de/Ronny Hendrichs
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Sie ist eine der größten Partys in ganz Deutschland: die Sensation. Am Samstagabend gastierte die Show zum fünften Mal in Düsseldorf. Rund 17 000 Fans von House, Elektro und Techno kamen dazu in die Esprit-Arena, viele von ihnen sogar aus dem Ausland, wie etwa aus Frankreich.

Es ist ein ungewöhnlicher Anblick, der sich einem am Samstagabend in den U-Bahnen Richtung Messe bietet: Wo sich normalerweise am Wochenende die Fortuna Fans in ihrer rot-weißen Fan-Ausstattung in den Waggons tummeln, sitzen nun Tausende Menschen, die von Kopf bis Fuß in Weiß gekleidet sind. Ihr Ziel: die Esprit-Arena. Denn dort gastierte am Samstag zum fünften Mal die „Sensation“, eine der größten Elektromusik-Partys bundesweit.

Sensation | Samstag, 13. Oktober 2012 Sensation // Sa 13.10.12 Merkur Spiel-Arena 220 Fotos

„Hier spielen nur die besten DJs, das Motto ist cool und der Dresscode auch. Diese Party ist einfach etwas ganz Anderes, als das Herkömmliche“, sagt Hilda Farjudi. Gemeinsam mit ihrem Freund ist sie zum zweiten Mal auf der Party zu Gast, bei der es nur eine Regel gibt: Alle müssen sich komplett weiß kleiden. „Für mich ist das ein Lifestyle“, sagt Farjudi. Dass die Sensation für die meisten Fans sehr viel mehr, als „nur“ eine Party ist, wird auch beim sogenannten „Ritual Act“ zu Anfang der Show deutlich.

Immer wieder folgen verschiedene Rituale

Eine tiefe Frauenstimme dröhnt durch den Saal und spricht von so wichtigen Dingen wie „Unity“, zu deutsch „Einheit“, und das Publikum schaut beinahe ehrfürchtig auf die „Source of Light“, eine riesige LED-Kugel, die über der Masse schwebt und in der der DJ steht, hinauf. Dann startet die Musik und die Beats von namhaften Künstlern, wie Steve Angello von der DJ-Gruppe „Swedish House Mafia“, dröhnen aus den Lautsprechern. Erfahrene Sensation-Besucher haben deshalb Ohrenstöpsel an, Neulinge werden gestern Morgen wohl einen leichten Tinnitus gehabt haben.

Immer wieder folgen während der Party verschiedene Rituale, zum Beispiel, als riesige weiße Ballons von der Decke fallen und von der Masse durch die Luft geworfen werden. Und offensichtlich scheint noch eine zweite Regel auf der Sensation zu gelten: Wenn schon alle Weiß tragen, dann muss man eben auf andere Art und Weise aus der großen Masse herausstechen.

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Einige tun dies, indem sie möglichst wenig Stoff am Körper tragen, andere haben sich für schrille Kostüme entschieden. Letzteres gilt für Jean-Edmond Amblard, Charline Pernot und Clément Bordes. Zum dritten Mal sind sie bei der Party mit dabei und extra aus Frankreich angereist. „Hier feiern die Menschen besser, als bei uns. Sie sind viel friedlicher und genießen wie wir die Musik“, sagt Amblard. Statt weißer Jeans und gleichfarbigem Shirt trägt er einen hautengen Ganzkörperanzug. „Ich wollte auffallen. Und jetzt machen alle zehn Meter Leute Fotos mit mir.“

Am Sonntag ging’s für die drei Freunde wieder zurück nach Frankreich. Doch auch beim nächsten Mal wollen sie wieder mit dabei sein, bei der großen Party in Weiß.