Silvester in Düsseldorf

Beste Aussichten aufs Feuerwerk

Silvester in Düsseldorf: Beste Aussichten aufs Feuerwerk Silvester in Düsseldorf: Beste Aussichten aufs Feuerwerk Foto: Ja
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Die Altstadt ist traditionell der Treffpunkt für viele, die draußen die letzte Nacht des Jahres feiern wollen. Die Polizei verstärkt deutlich ihr Aufgebot, um zwischen Königsallee und Burgplatz bei Bedarf einzugreifen. Taxen kommen nur auf Handzeichen, und die Rheinbahn fährt die ganze Nacht.

Die Silvesternacht wird für die Düsseldorfer Polizei kein Freitag wie jeder andere sein. "Es werden mehr als doppelt so viele Beamte wie an einem normalen Wochenend-Nachtdienst in der Altstadt patroullieren", kündigt Matthias Bartneck an. Denn die Polizeiinspektion Mitte rechnet erfahrungsgemäß mit einer erhöhtem Zahl von Einsätzen in der Innenstadt, erklärt der stellvertretende Inspektionsleiter. "Unser Ziel wird es sein, aggressive und rücksichtslose Personen frühzeitig zu erkennen, anzusprechen und sie nötigenfalls in Gewahrsam zu nehmen".

Ausnahmezustand herrscht dann auch für den Verkehr. Wer etwa ein Taxi nehmen will, muss sich auf ein kleines Glücksspiel einstellen. Denn reservieren kann man in der Silvesternacht nicht, und auch telefonisch wird man in den Zentralen keinen Erfolg haben: "Die Fahrer schalten den Funk ab, es herrscht freie Wahl", so der Vorsitzende der Taxi-Genossenschaft Dennis Klusmeier. Per Handzeichen müssen die Heimkehrer auf sich aufmerksam machen, alles andere würde nur zu Enttäuschungen führen.

Zwischen kurz nach Mitternacht und neun Uhr morgens seien alle Fahrzeuge der Stadt im Dauereinsatz. "Das Taxi ist schließlich die letzte Bastion", sagt er. Einen zentralen Sammelplatz gibt es wieder an der Heinrich-Heine-Allee, wo zwei Taxistände angeboten werden.

Für die Fahrgäste sei es aber ratsam nicht nur die beliebtesten Taxiplätze wie beispielsweise am so genannten "Bolker-Kopf" zwischen der Bolker und der Flinger Straße aufzusuchen, sondern alle bekannten Abfahr-Orte anzulaufen. Auch in etwas entlegenen Gebieten könne man sich darauf verlassen, dass ein Taxi auf den Hauptstraßen vorbeifährt, verspricht Klusmeier.

Wenig ratsam ist es, mit dem eigenen Pkw in die City zu kommen, betonen die Verantwortlichen vom Amt für Verkehrsmanagement. Denn zum eklatanten Parkplatzproblem kommt hinzu, dass die Polizei einige Straßen im Bereich der Heinrich-Heine-Allee möglicherweise sperren wird. Wer sein Auto nicht stehen lassen kann, sollte die Altstadt großräumig umfahren.

Alle anderen können bis spät in Nacht Bus und Bahn nehmen, denn die Rheinbahn fährt nach einem Spezialplan. Tagsüber gelten morgen die Samstagszeiten, und ab 21 Uhr tritt der Silvester-Fahrplan in Kraft. Viele Busse und Bahnen fahren dann durch bis 5 Uhr morgens. So fahren die Nachtexpresse 1 bis 8 ab Düsseldorf Hauptbahnhof alle 30 Minuten, genauso wie die U-Bahn-Linien U74, U75 und U76. Die Stadtbahn U79 fährt alle 30 Minuten bis nach Wittlaer und zudem jede Stunde nach Duisburg. Viele weitere Busse und Straßenbahnen fahren im ganzen Stadtgebiet bis 5 Uhr ebenfalls stündlich.

Viel Zeit also, um den Jahreswechsel ausgiebig zu feiern. Für viele Düsseldorfer und Gäste der Stadt gehört dazu auch das große Feuerwerk über dem Rhein. Einen guten Blick gibt es von der Rheinkniebrücke und der Oberkasseler Brücke. Noch exklusiver sind aber die Plätze auf einem der zahlreichen Flusskreuzer, die für den Jahreswechsel vor der Rheinpromenade parken. Die beiden Schiffe der Köln/Düsseldorfer sind bereitskomplett ausgebucht. Dafür sind für die MS Stadt Düsseldorf der Weissen Flotte noch einige Karten verfügbar. Preis mit Buffet und Getränken 119 Euro.

Viele kaufen aber auch privat Böller und Raketen. Im Trend sind, so Marco Lorenz von "Arthur Platz" in der Grabenstraße, nicht mehr die einzelnen Raketen, sondern ganze Systeme. "Da muss man nur noch einmal zünden, und es gehen fast 200 Schuss hoch." Das Modell "Starshine" kostet aber auch 198 Euro. Für 5,95 Euro gibt es 65 einzelne Teile, die man einzeln anzünden kann. Lorenz: "Das dauert dann aber seine Zeit."

Sperrungen in Altstadt

Je nach Verkehrssituation wird die Polizei zwischen 23 und 6 Uhr möglicherweise nicht nur die Heinrich-Heine-Allee sperren. Auch die Linksabbiege-Spuren von der Interimsstraße Ludwig-Zimmermann-Straße sowie von der Heinrich-Heine-Allee in die Mühlenstraße könnten gesperrt werden.

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Quelle: rpo