"Stock Car Crash Challenge"

Raab rempelt in Düsseldorf

"Stock Car Crash Challenge": Raab rempelt in Düsseldorf "Stock Car Crash Challenge": Raab rempelt in Düsseldorf Foto: AP
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Erstmalig gastiert Stefan Raab mit seiner „TV Total Stock Car Crash Challenge“ in der LTU Arena. Rund 30 Crash-Piloten treten gegeneinander an. Im Interview spricht der Moderator über seine Herausforderer. Beim Motorsport-Event in der LTU Arena starten unter anderem Ex-Boxer Axel Schulz und der ehemalige Rennfahrer Hans-Joachim Stuck. Erlaubt ist alles, was im Straßenverkehr bestraft wird: drängeln, rasen, schubsen – ohne TÜV-Zulassung, dafür mit Helm.

Macht sich das Training für die Stock Car Challenge im Straßenverkehr bemerkbar?

Stefan Raab Bei mir nicht. Es gibt sicher Teilnehmer, die ohnehin Rowdys sind und deshalb von der Vorbereitung profitieren. Ich fahre privat aber recht zivil. Ich erwische mich manchmal sogar mit 80 auf der Autobahn.

Wie bereiten Sie sich auf Ihre Konkurrenz vor? Wen beobachten Sie?

Raab Ich fürchte, ich muss auf alle achten. Die bisherigen Rennen haben gezeigt, dass es den größten Jubel auslöst, wenn es einem gelingt, mich zum Überschlag zu bringen. Ich bin also die Sau, die durchs Dorf getrieben wird. Jeder ist für mich gefährlich.

Wer sind die Favoriten auf den Sieg?

Raab Zum einen die üblichen Verdächtigen in jeder unserer Großveranstaltungen: Joey Kelly und Christian Clerici sind ja oft vorne mit dabei. Ansonsten ist das Feld hochkarätig besetzt mit vielen erfahrenen Rennfahrern wie Bernd Schneider und Martin Tomczyk. Aber auch Mario Basler und Stefan Kretzschmar sind nicht zu unterschätzen. Die haben schon als Profisportler bewiesen, dass da, wo sie hintreten, kein Gras mehr wächst.

Im vergangenen Jahr hat Christian Clerici Sie geschlagen. Wie konnte das passieren?

Raab Das kann ich mir auch nicht erklären. Beim Stock Car gibt es Punkte für jede vollendete Runde und Punkte für Aktionen, zu denen man andere Fahrer zwingt. Man kann seine Punkte also auch holen, wenn man sich schwächere Gegner aussucht. Ich vermute mal, dass das Clericis Taktik war. Mich hat damals Bushido gerammt. Aber der fährt vermutlich auch privat so.

Welche Lehren ziehen Sie daraus?

Raab Alexander Klaws fährt dieses Mal mit. Vielleicht sollte ich mich auf den konzentrieren.

Wie schätzen Sie Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Revanche ein?

Raab Bei den anderen Wettbewerben bin ich mit jedem Jahr weiter nach hinten durchgereicht worden. Aber das zeigt, dass die Teilnehmer einen Riesenspaß haben. Deshalb kommen immer mehr Leistungssportler und die sind die Herausforderung aus ihrem Alltag gewohnt. Ich sag mal so: Das gibt Krieg in Düsseldorf.

Haben Sie gelernt, besser zu verlieren?

Raab Ich war nie ein schlechter Verlierer. Ich bin nur ein sehr ehrgeiziger Gewinner. Aber wenn jemand besser ist, dann kann ich als fairer Sportsmann auch gönnen. Und so schlecht ist meine Bilanz ja nicht. Dieses Jahr habe ich die Autoball- EM gewonnen.

Welchen Stellenwert hat die Stock Car Challenge in Ihrem Jahresprogramm?

Raab Der Spaßfaktor ist extrem hoch, weil hier die Zeit, die man im Wettkampf verbringt, die längste ist. Bei der Wok-WM ist man nach einer Minute unten, beim Turmspringen sind es Sekunden. Beim Stock Car kann man bis zu einer halben Stunde im Parcours sein.

Das Rennen findet zum vierten Mal statt. Wie oft können Sie es noch veranstalten?

Raab Wie oft können sie noch eine Fußball-Bundesliga-Saison austragen? Unsere Veranstaltungen bleiben eine Leistungsschau, und die ist für die Zuschauer immer spannend.

Wird es die Stock Car Challenge auch im kommenden Jahr geben?

Raab Der Plan ist schon ganz schön eng. Sechs Mal ,Schlag den Raab’, Wok-WM, Turmspringen, Bundesvision Song Contest, Turmspringen und Stock Car – das bedeutet alle vier Wochen eine Veranstaltung. Das heißt aber nicht, dass wir für eine gute Idee nicht den Turnus eines Wettbewerbs verändern. Das ergibt sich einfach.

Tickets zum Event gibt's hier.

Quelle: rpo