Stylischer Hauströdel in Unterbilk

Trödelmarkt mit Flower Power

Stylischer Hauströdel in Unterbilk: Trödelmarkt mit Flower Power
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Mit besonderen Möbeln die eigene Wohnung oder mit ausgefallener Kleidung sich selbst zu einem Unikat machen – viele Menschen shoppen gern abseits der ausgetretenen Mode-Pfade.

Wie viele das bevorzugen, merkte Sandra Haacke bei ihrem Hauströdel in Unterbilk. Der Trödelmarkt, den die 41-Jährige in ihrem Wohnhaus organisiert hatte, platzte aus allen Nähten. Ein größerer Veranstaltungsort musste her: Den nächsten Markt unter dem Motto "Mode, Möbel , Trödelkram" gibt es deshalb demnächst auf 1000 Quadratmetern im Treibgut.

trödelmarkt treibgut flower power (image/jpeg) Sonja Bohlenschmidt kümmert sich um die Hippie-Deko für den nächsten Trödelmarkt. Alles begann vor einigen Jahren. Damals verdiente Energiebündel und 70er-Jahre-Liebhaberin Sandra Haacke sich bereits mit zwei Jobs den Lebensunterhalt, als Schuhverkäuferin in einem Geschäft in der Altstadt und als selbstständige Kosmetikerin. Nebenbei hatte sie Spaß daran, die Möbel ihrer Wohnung zu bemalen, und auch die in ihrem kleinen Kosmetik-Behandlungsraum ließ sie nicht aus. Die liebevoll gestalteten, bunten Schränke kamen bei den Kosmetik-Kunden gut an, und bald bemalte sie auch fremde Möbel. Haacke gründete die Marke "Möbel wie gemalt" und hatte somit ein drittes Standbein.

Um ihre eigenen Möbel und Unikate anderer kreativer Düsseldorfer an den Mann zu bringen, erschuf sie schließlich 2009 den Hauströdel in ihrer Mietwohnung, im Treppenhaus und sogar im Innenhof. Die Nachbarn machten gerne mit. Und es gelang Haacke durch ihre kontaktfreudige Art, weitere selbstständige Kreative und Geschäfte mit ins Boot zu holen.

Gare du Neuss: Trödeln, Kaffee trinken oder heiraten Gare du Neuss Trödeln, Kaffee trinken oder heiraten Zum Artikel » Die meisten von ihnen ziehen jetzt mit ins Treibgut, und es sind sogar noch mehr hinzu gekommen. "Der Trödelmarkt vereint alle Exoten dieser Stadt", erklärt sie freudig. Ob Kollektionsschnäppchen Düsseldorfer In-Läden wie Mandalay, Jaspers oder Karma, Produkte junger Kreativmarken wie "Kinder und Konsorten" oder originelle Second-Hand-Klamotten – all das bietet die Veranstaltung, die am Sonntag, 3. Juli, im Stahlwerk stattfindet.

Jeden Stand hat sie einzeln ausgewählt. "Handyschalen und Kellertrödel sind unerwünscht", erklärt sie. Primär gehe es nicht um den Erlös, sondern darum "das positive Lebensgefühl zu transportieren", erklärt Haacke. Deshalb ist sie auch froh, dass sie von vielen Seiten Unterstützung erhalte. So stellt der Inhaber des Stahlwerkes das Treibgut kostenfrei zur Verfügung. Und zwei Freundinnen unterstützen sie bei der Organisation. Sonja Bohlenschmidt, gelernte Schauwerbegestalterin, sägt seit Wochen Pril-Blumen und Peace-Zeichen aus für die ultimative Hippie-Deko, und Grafikerin Alexandra Höver gestaltet Flyer und Plakate. Sandra Haacke hat zurzeit meistens drei Telefone gleichzeitig am Ohr, um zu organisieren. "Jeder bringt sein Fachgebiet ein, so wird es am Ende perfekt", hofft sie.

Auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für die Standbetreiber haben die drei gemeinsam formuliert. Der wichtigste Punkt steht am Ende: "Den ganzen Tag lachen und Spaß haben."

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Quelle: RP