"Sugerbeats" am 23. Dezember

Techno-Ikone Jens Lissat in der Anaconda

"Sugerbeats" am 23. Dezember: Techno-Ikone Jens Lissat in der Anaconda "Sugerbeats" am 23. Dezember: Techno-Ikone Jens Lissat in der Anaconda Foto: Sugerman

In der Anaconda Lounge präsentieren die Macher des Mode-Labels „Sugerman“, Nicholas Graebert und Jens Eichler, die neue Partyreihe für elektronische Musik „Sugerbeats“. Das Event basiert auf das junge Düsseldorfer Label, das durch seine T-Shirts und Partys Sixto Rodriguez den Ruhm zu geben versucht, den er sich verdient hat. An den Decks: Techno-Ikone Jens Lissat. Zur zweiten Runde zieht die Partyreihe „Sugerbeats“ in die Anaconda Lounge und wird am 23 Dezember wieder die Altstadt zum Kochen bringen. Als Headliner wurde DJ-Größe Jens Lissat gewonnen. Aber auch die DJs Mano und B-Funk versprechen wieder ein Set der Extraklasse. Was für eine Bescherung am Tag vor Heiligabend!

Jens Lissat ist nun schon seit mehr als 20 Jahren einer der Großen der Szene und wird auch gerne "Godfather of Techno" genannt. Seine Karriere begann in den achtziger Jahren, als er Tanzhymnen wie "I can..t take the power (Offshore)", "Who is Elvis", "Der Erdbeermund" und seinen größten Erfolg, das Interactive-Remake "Forever Young" produzierte. Die goldenen Schallplatte ziert heute noch seine Privaträume. Jens Lissat bereicherte die Dancefloor-Szene mit über 300 Produktionen, die alle seine unverkennbare Handschrift tragen. Als DJ heizt er weltweit die Clubs mit elektronisch gestyltem House-Sound ein. Seine neuen Releases erscheinen auf Labels, wie Ministry of Sound, Toolroom Records UK , Kingdom Kome Cuts oder Sneakerz Muzikl. Support gibt’s von den DJs Mano und B-Funk.

Wer steckt hinter dem Namen Sixto Rodriguez?

Sixto Diaz Rodriguez, wie der Sugarman mit mexikanischen Wurzeln hieß, wurde am 10. Juli 1942 in Detroit geboren und wuchs in einer Umgebung auf, die durch die Arbeiterklasse geprägt war. Rodriguez arbeitete anfangs an einer Tankstelle, schloss allerdings 1981 sein Philosophie Studium an der Wyne State University ab. Lange Zeit vorher, nämlich 1967, brachte Rodriguez unter dem Namen Rod Riguez seine erste Single „I’ll slip away“ heraus. Die Musik war seine große Leidenschaft, obwohl ihm der Durchbruch in seinem Heimatland nie gelang.

In Australien und Südafrika hingegen war seine Musik äußerst beliebt und wurde an vielen Radiostationen rauf und runter gespielt. Den Weg über die halbe Erdkugel fand seine Musik durch Schwarzkopien. In Australien sicherte sich das Label „Blue Goose Music“ die Rechte an seinem in Amerika erfolglosen „Sussex“-Album. Ohne das Wissen von Rodriguez erreichte seine Musik weit weg von seiner Heimat Platinstatus.

Durch Fans wurde ihm die frohe Botschaft übermittelt und so tourte er 1979 quer durch Australien. Der spezielle Weg seines Erfolgs schürte wirre Geschichten um seine Person und so gab es wilde Spekulationen um seinen angeblichen Tod. Die Antwort von Rodriguez kam naheliegend im Musikformat: Er veröffentlichte sein Album „Alive“. In vielen seiner Songs versucht Rodriguez auf die Gewalttätigkeit und die Armut in der Welt aufmerksam zu machen und dadurch seinen Anteil zur Verbesserung zu leisten.

Kultsong „Sugar Man“

Gut zehn Jahre später wurde sein Album auch in Südafrika populär. Wiederum wurde seine Musik erfolgreich, ohne dass er dies wusste, zumindest bis zum Jahr 2000, als seine Tochter eine südafrikanische Fan-Internetseite über Rodriguez fand. So entschloss er sich, nach Australien auch durch Südafrika zu touren. Sein 1977 geschriebener Song „Sugar Man“, der ihm auch seinen Beinamen gibt, wurde in verschiedenen anderen Mix-Alben aufgenommen und lief 2006 sogar im Film „Candy“ mit Heath Ledger in der Hauptrolle.

Sugerman pres. Sugerbeats in der Anaconda Lounge (Düsseldorf, Andreasstr. 11) am Donnerstag, den 23. Dezember 2010, ab 21 Uhr, Eintritt 3 Euro.

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Quelle: rpo