"Tafelsilber" an der Schlüterstraße

Ein Güterbahnhof wird zur Event-Location

"Tafelsilber" an der Schlüterstraße: Ein Güterbahnhof wird zur Event-Location "Tafelsilber" an der Schlüterstraße: Ein Güterbahnhof wird zur Event-Location Foto: RP/Achim Hüskes
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Sechs Jahre hat es gedauert von der ersten zaghaften Idee bis zur nun fast vollzogenen Vollendung: Voraussichtlich Ende Oktober wird die Gastro-Familie von „Mangold“ und „Löffelbar“ um ein Objekt erweitert: An der Schlüterstraße wird aus dem ehemaligen Güterbahnhofsgebäude das 800 Quadratmeter große „Tafelsilber“. Eventgastronomie für ein breites Publikum soll es nach der Vorstellung der Verantwortlichen werden.

Restaurant, Bar und Eventhalle haben sich in den vergangenen Wochen, nach intensiver Kernsanierung, herausgeschält. Noch liegt der Staub der gesandstrahlten Wände in der Luft, doch Mike van Hauten, einer der Geschäftsführer, ist optimistisch, dass jetzt alles ganz schnell gehen wird. „Das hat uns auch der Architekt gesagt“. Die wichtigsten Geräte sind schon da. Die Küche steht bedienungsfertig da mitsamt original italienischem Pizzaofen. Außerdem wurde ein australischer Jasper-Grill angeschafft, der mit Holzkohle befeuert wird.

In dem, was einmal Bar und Restaurant werden soll, sieht es allerdings noch karg aus. Das wird sich im Laufe der kommenden Woche ändern. Herzstück wird dann eine zehn Meter lange Theke aus schwarzem Glas mit Eichenplatte. Dahinter werden 28 Kuben auf den Putz gesetzt, in denen jeweils eine Flasche steht, die angestrahlt wird. Überhaupt soll die Theke ein großer Leuchtkörper werden. „Wir installieren über 26 Meter LED-Leuchten“, so van Hauten. Ein Beamer, der Filme oder Animationen auf die Wand über der Theke projizieren kann, soll flexibel eingesetzt werden. Neben der Bar folgt ein Loungebereich, dahinter entsteht zurzeit der Speisebereich, der 150 Gästen Platz bietet. Und der mündet schließlich in einen abtrennbaren Bereich, die Festhalle, die auf 250 Quadratmetern von der privaten bis zur Firmenveranstaltung Raum für alle Art von Festivitäten bietet.

„Wir wollen als Location wahrgenommen werden“, sagt van Hauten. „Ähnlich wie Tim Mälzer mit seiner ,Bullerei’ in Hamburg.“ Der wirbt damit, dass bei ihm für jeden Geschmack, jede Tageszeit und jede Lebenslage das Passende serviert wird. Und um schon jetzt für die gastronomische Zukunft gerüstet zu sein, sollen später im Dachgeschoss noch „Private Dining Rooms“ entstehen. „Die können dann für zwei Personen, für acht oder für 40 Leute gebucht werden“, erklärt van Hauten. Ob Heiratsantrag im romantischen Kämmerlein oder Champions League gucken mit den besten Freunden – das „Tafelsilber“ will für jedes Event die passende Räumlichkeit anbieten.

Van Hauten und zwei seiner Partner Ralph Garden und Olaf Busch, sind alte Hasen im Düsseldorfer Gastro-Geschäft. Vor zehn Jahren begannen sie mit der „Löffelbar“ und dem „Mangold“ in Derendorf , inzwischen sind sie am Seestern und mit der gerade eröffneten Eatery an der Oststraße vertreten. Das „Tafelsilber“ ist nicht so einfach zu lokalisieren. Ist es Flingern, Düsseltal oder Grafenberg? Projektentwickler haben aus dem Erschließungsgebiet rund um den alten Bahnhof kurzerhand Grafental gemacht. Mike van Hauten hat noch eine andere Kreation parat: „Wir sind das Dreistadtteileck“. Damit wäre auch klar, dass genug potenzielle Bewohner da sind, die dem „Tafelsilber“ goldene Zeiten bescheren können.

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Quelle: RP