Unesco-Charity-Gala

Glanz und Glamour für den guten Zweck

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Charity: Unesco-Gala 2010: Bilder vom roten Teppich Charity: Unesco-Gala 2010: Bilder vom roten Teppich Charity: Unesco-Gala 2010: Bilder vom roten Teppich Charity Unesco-Gala 2010: Bilder vom roten Teppich 28 Fotos Sienna Miller, Oliver Stone, Andrea Bocelli und Donatella Versace kamen unter anderem am Samstagabend zur Unesco-Charity-Gala und brachten den Glamour mit. Eine fehlte jedoch im Düsseldorfer Maritim Hotel: Meg Ryan fuhr wieder nach Hause, nachdem die Sicherheitskontrollen an ihrem Abflughafen in den USA zu lange dauerten.

Schauspielgröße Armin Mueller-Stahl berührte am meisten mit seiner Rede. Als Pate für Menschenrechte gab er am Rednerpult der Unesco-Charity-Gala die Eindrücke eines mit ihm befreundeten Arztes wieder, der den Erdbebenopfern in Haiti hilft. Der Tagesblauf bestehe nur aus Schlafen und Operieren, teils bliebe zum Schlafen nur zwei Stunden. "Das Herz zerbricht. Es ist kaum auszuhalten, das Elend", sagt der Schauspieler.

Ein Erlebnis beschäftigte den Arzt besonders: "Ein kleines Mädchen, fünf Jahre, wunderschön. Es sitzt vor seinen Eltern - beide tot. Mit Schreien versucht das Mädchen die beiden ins Leben zurückzurufen. Man sieht die Panik in ihrem Gesicht, die Aufgeregtheit. Wird sie es schaffen, ihre Eltern zurückzuholen?" Der Saal ist stumm, während Mueller-Stahl vom Erlebnis des Mediziners berichtet. "Da steht man als Arzt und weiß nicht, wie man helfen soll - man weiß doch nicht mal, wie man selbst mit der Katastrophe fertig werden soll."

Kinder standen im Zentrum des Abends im Maritim Hotel am Düsseldorfer Flughafen. Eingeladen zur Gala hatte Unesco-Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven, deren Düsseldorfer Stiftung hinter dem Unesco-Hilfsprogramm "Bildung für Kinder in Not" steht. Die Stiftung sammelte Spenden bei den Gästen, honorierte allerdings auch das soziale Engagement ausgewählter Persönlichkeiten, wie etwa das der Paten. Armin Mueller-Stahl schauspielert nicht nur, sondern malt auch. Die Verkaufserlöse seiner Kunstwerke lässt er etwa wohltätigen Zwecken zugute kommen.

Zu den weiteren Paten gehörten Hollywood-Sternchen Sienna Miller, Tenor Andrea Bocelli, Modedesignerin Donatella Versace und Regisseur Oliver Stone. Darunter hätte auch Meg Ryan sein sollen. Doch angesichts der aktuell erhöhten Terrorgefahr zogen sich die Sicherheitskontrollen an ihrem Abflughafen in den USA hin, so dass sie wieder nach Hause fuhr.

Die anwesenden Paten erhielten alle für ihr Engagement die "Pyramidi con Mani", die Skulptur einer Pyramide aus Händen. "In meinem Business werden viele Preise vergeben", sagte der Pate für Frieden, Oliver Stone, in seiner Dankesrede. "Aber heute Abend ist es etwas besonderes für mich, weil es um die Kinder, und damit um unsere Zukunft, geht."

Das hatte auch zuvor Gastgeberin Ute-Henriette Ohoven in ihrer Rede unterstrichen, die dabei in Tränen ausbrach. "Für alle Kinder, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens geboren wurden, kämpfe ich mit all meiner Macht", sagt sie mit Nachdruck. "Ich kämpfe dafür, dass sie ein Dach über den Kopf haben, Essen und Trinken bekommen und eine Schul- und Berufsausbildung erhalten."

Gerade Bildung ist für die Unesco ein zentrales Anliegen - als Basis sich selbst aus Armut herauszuarbeiten. "Wir haben unseren Kindern eine bessere Zukunft versprochen", sagte Unesco-Generaldirektorin Irina Bokova. "Jeder weiß, dass man ein Versprechen gegenüber einem Kind nicht brechen darf."

Hilfe aus Düsseldorf

Veranstaltet hat die Charity-Gala nicht die Unesco direkt, sondern die Düsseldorfer "Stiftung Unesco – Bildung für Kinder in Not“. Diese ist Trägerin eines gleichnamigen Unesco-Hilfsprogramms.

Unesco-Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven hat die Stiftung mit Sitz an der Grafenberger Allee ins Leben gerufen, ihr Sohn Michael Ohoven ist im Vorstand.

Die Vereinten Nationen setzen sich mit der Unesco für Bildung, Wissenschaft und Kultur ein. Das von der Stiftung der Ohovens unterstützte Unesco-Programm "Bildung für Kinder in Not" realisierte schon unter anderem Bildungsmöglichkeiten für arbeitende indische Kinder oder Mahlzeiten für Schüler in Zimbabwe.

Quelle: rpo