Wegen Außenterrassen

Kö-Wirt verklagt Stadt

Wegen Außenterrassen: Kö-Wirt verklagt Stadt Wegen Außenterrassen: Kö-Wirt verklagt Stadt Foto: RP/Thomas Busskamp
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Der Streit zwischen dem Rathaus und Wirten um die Außengastronomie auf der Königsallee geht weiter: Ali Erdogan, der vier der großflächigen Terrassen betreibt, hat nun beim Verwaltungsgericht Klage gegen das Rathaus erhoben. Er fordert, dass wie in den vergangenen drei Jahren auch für die Saison 2011 die Genehmigung ohne Befristung und in vollem Umfang erteilt wird.

Der Hintergrund sind Meinungsverschiedenheiten, was Gestaltung und Größe der Außenterrassen betrifft. Dem seit 2008 amtierenden Rathauschef Dirk Elbers (CDU) missfällt, dass die Terrassen über viele Meter zur Straßenseite hin abgeriegelt sind und für Fußgänger keinen Durchgang bieten, dass die Außenbewirtung über voluminöse Servicestationen erfolgt und die Optik zu uneinheitlich ist. Nach längerem Hin und Her wurde den Gastronomen vor wenigen Tagen zwar die Genehmigung erteilt – aber nur bis Ende Mai. Ab Juni sollen sie das vom Rathaus vorgegebene neue Konzept umgesetzt haben.

"Das ist nicht zu schaffen und nicht durchdacht", sagt Erdogan. Er verweist darauf, dass die bisherige Situation genau dem Konzept entspreche, auf das man sich 2007 mit der Stadt – damals noch unter dem 2008 gestorbenen OB Joachim Erwin –, dem Hotel- und Gaststättenverband sowie der Interessengemeinschaft Kö geeinigt habe. Die Kö-Vereinbarung sei bisher immer der Genehmigung angehängt worden. Nun berufe sich die Stadt lediglich auf den Entwurf eines Architekten, "wir haben nichts in der Hand". Erdogan ärgert auch, dass so getan werde, als sei das damalige Konzept die Idee der Wirte gewesen. "Wir haben in jede Außengastronomie 140 000 Euro investiert." Er wolle sich nicht verschließen. "Aber wenn wir wieder investieren sollen, brauchen wir Planungssicherheit von acht bis zehn Jahren."

Er fürchtet, dass sonst 2012 schon wieder andere Regeln gelten könnten. Solange es keine Einigung gibt, bleiben seine Kö-Terrassen zu: "Der Aufbau kostet 14.000 Euro, das lohnt sich für zwei Monate nicht."

Quelle: RP