"Festivals sind wie Klassenfahrten"

Ein ehrliches Interview mit Stefanie Heinzmann

"Festivals sind wie Klassenfahrten": Ein ehrliches Interview mit Stefanie Heinzmann "Festivals sind wie Klassenfahrten": Ein ehrliches Interview mit Stefanie Heinzmann Foto: Benedikt Schnermann

"You're perfect, you’re worth it, don’t go breaking your mother’s heart" - seit einigen Wochen läuft der Refrain von Stefanie Heinzmanns Single "Mother's Heart" im Radio rauf und runter und sorgt für angenehme Klänge im Ohr. Am 22. März 2019 erscheint nach vier Jahren Pause ihr neues Album "All We Need Is Love". Wir haben mit der sympathischen Sängerin über ihre Pläne für dieses Jahr, Selbstakzeptanz und ihre Sympathie zu NRW gesprochen.  

Erst einmal herzlichen Glückwunsch nachträglich - du hattest ja am Sonntag Geburstag. Wie hast du den Tag verbracht und worüber hast du dich am meisten gefreut?

Stefanie Heinzmann: Total entspannt. Den Samstagabend habe ich mit zwei meiner besten Freundinnen verbracht. Seitdem wir 13 Jahre alt sind, haben wir das Ritual, dass wir gemeinsam Horrorfilme gucken und Chicken Wings essen. Keine Ahnung warum, aber wir machen das immer noch! *lacht* An meinem Geburtstag war ich mit meinem Freund im Thermalbad, abends waren wir noch mit meinen Eltern essen, auch total relaxed. Am meisten gefreut habe die mich über gemeinsame Zeit mit meinen Liebsten im Wallis und eine Reise ins Disneyland Paris.

Am 22. März 2019 erscheint dein neues Album. Was hat dich inspiriert und worauf können wir uns freuen?

Stefanie Heinzmann: Inspiriert hat mich mein Prozess der letzten Jahre. Es ist viel passiert und ich habe einige Dinge hinterfragt und in meinem Leben geändert. Ich habe mich selbst gefragt "Was will ich in meinem Leben eigentlich?" und "Was für ein Mensch will ich sein?" und diese Gedanken sind in dieses sehr ehrliche Album geflossen. Überforderung und Unsicherheit kennt jeder. Das Album soll einfach nur positiv sein und zeigen, dass man auch aus solchen Momenten lernen und wachsen kann.

Was denkst du, wie wichtig sind solche Gedanken heutzutage?

Stefanie Heinzmann: Die Zeit macht es uns echt schwer. Wir öffnen eine App und können 35 Stunden damit verbringen, schöne Yoga-Frauen mit Waschbrettbauch anzugucken und zu denken: "Ich bin der hässlichste Mensch der Welt". Mir ist bewusst geworden, dass jeder mit solchen Gedanken kämpft - auch die Lady mit dem Waschbrettbauch. Wir vergleichen uns mit Menschen, die an einem ganz anderen Punkt im Leben stehen und ich wünsche mir, dass jeder sich so wertschätzen kann, wie er ist.

Stimmt es, dass du überlegt hattest Schreinerin oder Hebamme zu werden?

Stefanie Heinzmann: *lacht* Ich habe mich gefragt, was ich anstelle der Musik machen würde und da hat mir der Gedanke mit der Schreinerin und der Hebamme den Druck genommen. Mein Herz schlägt für die Musik, ich liebe es Konzerte zu spielen und mir ist dadurch bewusst geworden, dass es für mich einen Platz auf der Erde gibt. Und der ist genau hier.

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Hast du denn Pläne für die Zukunft?

Stefanie Heinzmann: Auf jeden Fall wünsche ich mir eines Tages eine eigene Familie. Insgesamt möchte ich aber offen für das Leben bleiben. Die letzten 11 Jahre waren so überraschend, dass ich aufgegeben habe zu planen. Ich hoffe einfach nur auf Gutes. 

Momentan bist du ja viel mit Promo für das neue Album beschäftigt, worauf freust du dich dieses Jahr noch?

Stefanie Heinzmann: Nach der Albumveröffentlichung geht langsam der Festivalsommer los. Das ist für mich immer wie Klassenfahrt. Man ist mit der Band unterwegs, das Wetter ist unberechenbar und man trifft viele verschiedene Bands - das hat etwas von Freiheit. Ich darf bei mir zu Hause dieses Jahr auf dem Open Air Gampel spielen. Das ist immer total emotional für mich. Ich freue mich riesig darauf!

Was verbindest du denn mit Düsseldorf? Warst du schon mal hier?

Stefanie Heinzmann: In Düsseldorf wohnt tatsächlich ein sehr lieber Mensch, mein Vocal Coach Pamela Falcon. Ich habe sie schon viel zu lange nicht mehr gesehen und sie ist eine wahnsinnig gute Seele. Immer wenn ich an Düsseldorf denke, denke ich an Penny. Wenn ich in Düsseldorf war, war ich bei ihr im Studio oder in der Stadt shoppen. Am Hafen war ich auch schon, da fand ich es auch schön.

Du kommst ja allgemein viel rum, angefangen hat deine Karriere aber in Köln. Was verbindest du mit der Domstadt?

Stefanie Heinzmann: Köln ist für mich die Stadt, in der alles angefangen hat. Meine ganze Band wohnt in Köln und mein Bruder ist jetzt auch hergezogen. An Restaurants kann ich euch den Mei Vok auf der Venloer Straße empfehlen, da esse ich immer Gemüse mit Bandnudeln in einer Erdnusssoße, das ist so lecker! Daneben ist auch noch Piccola, da esse ich immer die Gnocci. 

Anfang März war ja auch Karneval, hast du schon mitgefeiert?

Stefanie Heinzmann: Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich Karneval zwar erlebt, aber bisher nie gefeiert habe. Alle meine Freunde sind verschworene Karnevalisten, es ist eigentlich ein Frevel, dass ich noch nie Karneval gefeiert habe. Steht aber auf meiner Liste!

Gibt es etwas, was du unseren Lesern sonst noch mitgeben möchtest?

Stefanie Heinzmann: Vergleicht euch nicht mit anderen und lernt eure unperfekten Seiten lieben. 

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