Digitaldebatte

Die Zukunft der Arbeit

Digitaldebatte: Die Zukunft der Arbeit Digitaldebatte: Die Zukunft der Arbeit Foto: dpa
Von |

Die Arbeitswelt verändert sich. Wer jetzt 30 ist, hat noch 40 Jahre im Job vor sich. Deshalb ist jetzt der Zeitpunkt, um darüber nachzudenken, wie wir in der Zukunft arbeiten möchten.

Familienfeiern können aus verschiedenen Gründen deprimierend sein. Einer davon sind Gespräche über das Arbeitsleben. „Wie, Überstunden werden bei euch gar nicht erfasst? Die Zeit schenkst du der Firma, einfach so? Und wieso ist dein Vertrag schon wieder befristet?“ Das gut gemeinte Entsetzen von Eltern und Großeltern über die Bedingungen, unter denen viele Berufseinsteiger heute arbeiten, ist wenig hilfreich. Zumal der Job mit den unbezahlten Überstunden nicht unbedingt der schlechteste sein muss. Oder sich vielleichte sogar wie ein Sechser im Lotto anfühlt, weil die Aufgaben spannend und die Aufstiegschancen groß sind.

Aber dieses Erstaunen beweist, wie rasant sich die Arbeitswelt innerhalb kurzer Zeit verändert hat. Man muss kein Prophet sein, um zu wissen, dass sie sich weiter ändern wird, im selben oder einem noch höheren Tempo.

Die Tendenzen, die sich abzeichnen, sind bekannt: Arbeit und Freizeit verschwimmen. Flexibilität wird immer wichtiger, räumlich, aber auch geistig. Statt eines Jobs auf Lebenszeit reiht sich Projekt an Projekt. Arbeitnehmer müssen immer wieder aufs Neue von sich überzeugen. Und geschickte Selbstdarsteller sind dabei klar im Vorteil.

Wer es in der Generation unserer Eltern nicht gerade bis ins Management geschafft hatte, für den verlief vieles in sehr geordneten Bahnen. Tarifverträge, feste Arbeitsverträge, vorgegebene Stundenzahlen - und wer wollte und ein bisschen Glück hatte, konnte seinen Job bis zur Rente behalten. Das ist schon heute für viele anders und wird immer seltener werden. Deshalb ist eine der wichtigsten Herausforderungen der Arbeitswelt der Zukunft: Chancen zu erkennen, aber sich auch eigene Grenzen klar zu machen. Und die sind sehr individuell: Den einen belastet der vierte Umzug innerhalb von vier Jahren, für den anderen ist er spannend.

Wir möchten von euch wissen: Wie möchtet ihr in 10, 20 oder 30 Jahren arbeiten? Wie wichtig ist euch Sicherheit? Wie wichtig ist euch Geld? Und was ist für Euch eigentlich diese Selbstverwirklichung, von der immer alle reden? Schreibt uns an rpplus@rheinische-post.de.

Quelle: RP+