Freitag, 23 Uhr, ein ganz normales Gespräch in der Altstadt

Der Party-Philosoph

Freitag, 23 Uhr, ein ganz normales Gespräch in der Altstadt: Der Party-Philosoph Freitag, 23 Uhr, ein ganz normales Gespräch in der Altstadt: Der Party-Philosoph Foto: RP/Andreas Endermann
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Freitagabend, 23 Uhr. Gerade hat Tim mit seiner Metalband "halTbar" ein Konzert im Tube gespielt. Jetzt sitzt der 28-Jährige draußen auf der Fensterbank. Tim, Erzieher in einem Kinderheim, ist groß, tätowiert und raucht. Und er kennt sich aus. Mit Partys und mit dem Leben.

Fünf Fakten: Das Büdchen als Lebensretter Fünf Fakten Das Büdchen als Lebensretter Zum Artikel » "Konzerte in Clubs sind die besten, weil man da ganz nah beim Publikum ist. Es ist eng und schwitzig. Das ist purer Rock. Und wenn der Auftritt vorbei ist, kann man mit all den Menschen, die eben noch die eigenen Texte mitgesungen haben, feiern und betrunken werden."

"Wenn man abends in die Kneipe geht, sollte man genau dann nach Hause gehen, wenn man anfängt, betrunken zu sein. Dann vermeidet man Dinge zu tun, die man am nächsten Tag mit Sicherheit bereuen wird. Zum Beispiel jemanden angraben, den man sonst nie angraben würde. Oder dummes Zeug reden. Da ist man im Bett besser aufgehoben. Ist zwar langweilig, aber vernünftig."

"Bier und Schnaps sind beide nicht gesund. Man kann aber ruhig beides zusammen trinken. Irgendwann im Laufe des Abends hat man meist genug vom Bier, dann kann man das nicht mehr trinken. Dann einfach auf Wodka- Cola umsteigen."

Tattoos in den Clubs Tattoos in den Clubs Tattoos in den Clubs Hall of Fame Tattoos in den Clubs 925 Fotos "Bevor man sich tätowieren lässt, muss man sich über zwei Dinge im Klaren sein. Erstens: Das tut sehr weh. Und zweitens: Es geht nicht mehr weg. Deshalb sollte man da auch echt kein Geld sparen, sondern in ein vernünftiges Studio gehen. Und keine bescheuerten Trends wie Arschgeweih, chinesische Zeichen oder Sternchen mitmachen. Das ist total hässlich."

"Das Leben ist absolut nicht gerecht. In keinem Bereich. Allein, dass unsere größte Sorge ist, ob wir unser neues Smartphone von dem einen oder dem anderen Anbieter kaufen sollen, und andere Menschen auf der Welt nicht einmal genug zu essen haben. Das Leben ist nicht gerecht."

"Man sollte auf jeden Fall einmal im Leben ehrenamtlich arbeiten. Das kann nur den Charakter stärken und einem echte Orientierung geben. Man kriegt zum Beispiel eine Ahnung davon, ob man mit Menschen umgehen kann. Naja, und es macht sich auch gut im Lebenslauf."

Quelle: RP+