Kölner Studie

Düsseldorf ist beste Einkaufsstadt

Kölner Studie : Düsseldorf ist beste Einkaufsstadt Kölner Studie : Düsseldorf ist beste Einkaufsstadt Foto: Hans-Juergen Bauer
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Ausgerechnet eine Untersuchung der Kölner Industrie- und Handelskammer beschert der Stadt Top-Werte. Jetzt sollen die Ergebnisse mit einer eigenen Befragung untermauert werden – mit bis zu 2000 Shoppingtouristen und Firmen. 4,5 Milliarden Euro hat der Einzelhandel voriges Jahr in Düsseldorf umgesetzt.

Mode abseits von Kö & Co.: Geheimtipps: Der Düsseldorf Shopping-Guide Mode abseits von Kö & Co. Geheimtipps: Der Düsseldorf Shopping-Guide Zum Artikel » Mit einem Wachstum von zwei Prozent lag die Branche etwas über dem Bundesdurchschnitt. Erfreulich. Noch erfreulicher ist jedoch, was aus der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu hören ist. Sie hatte ihre Kölner Kollegen bei einer Studie zum Shoppingtourismus unterstützt. Dafür wurden 3200 Teilnehmer in fünf Städten befragt: Köln, Hamburg, Berlin, München und Düsseldorf.

"Das Ergebnis hat uns in dieser Deutlichkeit überrascht", sagt Ulrich Biedendorf, bei der IHK Geschäftsführer für den Bereich Handel. "Unter dem Strich durften wir feststellen: In den Augen der Kunden ist Düsseldorf die beste Einkaufsstadt Deutschlands." Die komplette Studie, die von der Cima Beratung und Management GmbH durchgeführt wurde, ist bei der Kölner IHK nicht zu erhalten.

Geheimtipps: Shopping in der Nachbarstadt Köln: Die besten Boutiquen der Stadt Geheimtipps Shopping in der Nachbarstadt Köln: Die besten Boutiquen der Stadt Zum Artikel » Die Kölner Verkehrsbetriebe und der Kölner Flughafen haben die empirische Untersuchung maßgeblich finanziert und wehren zu detaillierte Einblicke ab. Nach der Vorstellung im Sommer wurde den Partner-IHK jedoch ein Auszug zur jeweils eigenen Stadt mitgeteilt. Die Ergebnisse sind so spannend, dass die Düsseldorfer nun eine eigene Befragung planen. "Wir werden im Sommer bis zu 2000 Shoppingtouristen und Handelsunternehmen befragen", sagt Handelsreferent Sven Schulte, der das Projekt mit seiner Kollegin Tina Schmidt leitet.

Die Grundunterschiede bei der Beurteilung der Städte sehen so aus: Die Kölner punkten durch Sehenswürdigkeiten und Shoppingmöglichkeiten, München und Berlin gehören zu den international relevanten Zielen, Hamburg hat sich für Wochenendtrips etabliert (Musical, Hafenrundfahrt, Stadtbummel). Düsseldorf hat durch die Kö und das Image als Modestadt ein klares Profil als Einkaufsstadt. Das zeigt sich in den Einzelwerten. "Bei Köln und Berlin fallen den Menschen spontan der Dom und das Brandenburger Tor ein, bei uns wird am meisten das attraktive Einzelhandelsangebot, dann Kö und Altstadt genannt", sagt Schulte.

Mode, Möbel, Accessoires: "Chrystall": Stylisch shoppen in Friedrichstadt Mode, Möbel, Accessoires "Chrystall": Stylisch shoppen in Friedrichstadt Zum Artikel » Und während überall rund ein Viertel der Befragten den Besuch von Familien oder Freunden als Hauptgrund für die Reise angab, sagten bei Düsseldorf weitere 26 Prozent, sie kämen wegen des Shoppings – dieser Wert liegt bei allen anderen Städten im Schnitt bei nur 16 Prozent. Dazu passen weitere Resultate. Das Hauptmotiv für den Aufenthalt in der Düsseldorfer Innenstadt ist bei 84 Prozent das Einkaufen (andere Städte: 53 %).

Die Stadt wird auch als sauberer und sicherer empfunden, der Handel selbst als vergleichsweise besonders aufregend, dynamisch, modern und fortschrittlich, das Erscheinungsbild ist eher elegant als sportlich. "Es ist natürlich gut, wenn Alleinstellungsmerkmale hinzukommen", sagen die IHK-Experten und verweisen auf die besonders gelobte Fremdsprachenkompetenz. "Es ist einfach gut, wenn Sie aus dem Ausland kommen und hier im Geschäft in ihrer Sprache beraten werden."

Der insgesamt positiven Beurteilung stehen auch diskussionswürdige Punkte gegenüber. Dass die Preise teils als hoch angesehen werden, liegt angesichts des Angebots auf der Hand. Bei den Öffnungszeiten aber liegt Düsseldorf unter Durchschnitt, ebenso bei den Übernachtungen: Die Hälfte der Befragten kam nur für einen Tag, dieser Anteil lag anderswo bei 30 Prozent.