Von Birkin bis Speedy

Die berühmtesten Taschen der Welt

Von Birkin bis Speedy: Die berühmtesten Taschen der Welt Von Birkin bis Speedy: Die berühmtesten Taschen der Welt Foto: Darius Misztal; Chanel; Savo & Ninu Dramis (v.l)
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Birkin, Kelly und Speedy - diese Designer Taschen lassen das Herz einer jeden Frau höher schlagen und wecken Sehnsüchte. Allerdings sind sie viel mehr als "bloß" aktuelle It-Bags, die in der nächsten Saison durch neue Taschen ersetzt werden: Sie sind die Klassiker unter den Designer Taschen - die Mütter aller It-Bags! Wir stellen euch die begehrtesten Designer Taschen der Welt einmal näher vor...

Mal ist es die „Rocco“ von Alexander Wang, mal die „Nightingale“ von Givenchy und mal die „Stam“ von Marc Jacobs, die als neuestes Statussymbol stilvoll an den Armen trendbewusster Frauen baumelt. Doch der Trendfaktor der Taschen ist begrenzt: Neue Saison - neue It-Bag! Nicht mit diesen Ladies! Diese Premium-Taschen sind zu zeitlosen Klassikern und dauerhaften Objekten der Begierde geworden:

Die Birkin Bag von Hermès

Hermès "Festival des Métiers"  | Mittwoch, 5. Juni 2013 Hermès "Festival des Métiers"  | Mittwoch, 5. Juni 2013 Hermès "Festival des Métiers"  | Mittwoch, 5. Juni 2013 Hermès "Festival des Métiers" // Mi 05.06.13 Areal Böhler 82 Fotos Eine Tasche mit Geschichte: Anfang der 80er sitzt Stil-Ikone Jane Birkin neben Jean-Louis Dumas, dem damaligen Geschäftsführer der französischen Luxusmarke Hermès, im Flugzeug. Als sie ihre überfüllte Handtasche in die Ablage über ihrem Sitzen stopft, purzeln all ihre Habseligkeiten heraus. Kurzerhand beklagt sich Birkin beim Hermès-Chef darüber, dass es so schwer sei, eine schöne Tasche zu finden, die groß genug für all ihre Sachen ist. Drei Jahre später - 1984 - erblickt die „Birkin Bag“, eine schlichte, große Lederhandtasche mit Schulterhenkeln und dem typischen Hermès-Schloss, das Licht der Luxus-Welt.

Noch heute, fast 30 Jahre nach dem ersten Modell, ist "Festival des Métiers" im Böhler Areal: Luxus-Label "Hermès" zeigt seine Handwerkskunst "Festival des Métiers" im Böhler Areal Luxus-Label "Hermès" zeigt seine Handwerkskunst Zum Artikel » die Birkin Bag begehrt wie eh und je. Sie ist ein Symbol für Stil, Eleganz und Reichtum - nicht zuletzt aufgrund ihres Preises. Denn eine echte Birkin wird von Hand aus luxuriösesten Ledern gefertigt und kostet je nach Material und Größe zwischen 8.000 und 25.000 Euro. Aufgrund der hohen Nachfrage war Hermès zum ersten Mal in seiner Geschichte gezwungen, eine Warteliste einzuführen. Dass Käufer mit dem nötigen Kleingeld durchaus mehrere Jahre auf ihre Tasche warten müssen, ist Teil des Hermès-Mythos geworden, der die Birkin Bag zu dem Statussymbol und einer der elitärsten, begehrtesten Taschen weltweit macht.

 

Die Kelly Bag von Hermès

birkin bag, hermes (image/jpeg) Eine Legende: Die Kelly Bag von Hermès. Lange bevor es die Birkin Bag gab, hatte das Luxuslabel allerdings schon eine andere, legendäre Damenhandtasche in petto: Die Kelly Bag. Die trapezförmige Damenhandtasche wurde bereits in den Dreißigern von Hermès entworfen und trug damals noch nicht den Namen „Kelly“. Erst als Grace Kelly, die frisch getraute Fürstin von Monaco, mit Babybauch und Hermès Handtasche von den Paparazzi fotografiert wurde und das Foto auf dem Titelblatt eines internationalen Magazins landete, war die „Kelly Bag“ geboren.

Seit der Birkin und der Kelly Bag hat sich das Prinzip der berühmten Namensgeberin als Erfolgsrezept für It-Bags durchgesetzt. Neueste Taschen-Namensgeberin: It-Girl Alexa Chung. Anfang 2010 erschien die „Alexa Bag“ von Mulberry. Bis heute bescherte der Verkaufserfolg dem Label einen netten Image- und Wertzuwachs.

Die Chanel 2.55 Flap Bag

Chanel 2.55 Tasche (image/jpeg) Die Chanel 2.55 aus der Herbst/Winter 2013/14 Kollektion. Französischer Chic in Handtaschen-Form: Die 2.55 ist mit ihrem berühmten Steppmuster und dem Kettentrageriemen seit Jahrzehnten der bekannteste Klassiker unter den Chanel Taschen. Auch wenn Coco Chanel schon in den 20er Jahren Damenhandtaschen mit langem Schulterriemen entwarf, damit Frau die Hände frei hat, kam die 2.55 erst 1955 auf den Markt - genauer gesagt im Februar 1955. Daher stammt auch der Name der Tasche: 2 für Februar und 55 für 1955 - 2.55 also! Die originale Chanel 2.55 Flap Bag besitzt ein braunrotes Innenfutter, das von den Gewändern der Nonnen in dem Kloster, in dem Coco aufwuchs, inspiriert wurde. Gleiches gilt für den typischen Schulterriemen aus Kettengliedern, denn die Nonnen trugen ihre Schlüssel an ähnlichen Bändern.

Die kleine Chanel Tasche gibt es mit zwei unterschiedlichen Verschlüssen: Die Classic Flap Bag hat den berühmten CC-Verschluss, den Karl Lagerfeld in den Achtzigern einführte, die Re-Issue Flap Bag ziert das sogenannte "Mademoiselle Lock", ein rechteckiger Verschluss der originalen Chanel-Tasche von 1955.

Die „Speedy“ von Louis Vuitton

speedy bag louis vuitton (image/jpeg) Der Klassiker unter den Louis Vuitton Bags: Die Speedy.

Die geräumige „Speedy 30“ wurde bereits 1933 von Louis Vuitton designt. Keine Geringere als Audrey Hepburn zählte zu ihren großen Fans. Noch heute begeistert die luxuriöse Speedy mit dem weltberühmten LV-Signet Frauen unterschiedlichsten Alters. Die Speedy ist als Canvas- und Leder-Version in vielen verschiedenen Farben ab ca. 500 Euro erhältlich. Aber Vorsicht: Kaum einen Tasche wird so eifrig gefälscht wie die Louis Vuitton Monogram-Tasche! Also lieber nicht beim unglaublichen Schnäppchenpreis vom Ebay-Händler mit Sitz in Hongkong zuschlagen, sondern doch lieber auf Nummer sicher gehen und in eine echte Louis Vuitton Boutique schlendern - wenn schon, denn schon!

Diese Taschen Klassiker verlieren einfach nie an Style und geraten auch nach Jahrzehnten nicht aus der Mode - im Gegenteil: Sie sind gefragter denn je! Man könnte die It-Bags sogar als echte Wertanlage sehen - hätte man doch nur das nötige Kleingeld parat...