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“Feuchtgebiete” im Kino: Mehr als purer Ekel?

Wir verlosen drei Gewinnpakete: “Feuchtgebiete” im Kino: Mehr als purer Ekel? Wir verlosen drei Gewinnpakete: “Feuchtgebiete” im Kino: Mehr als purer Ekel? Foto: Majestic Filmverleih
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Dieser Film ist zu Recht: FSK 16. Die Verfilmung des Charlotte Roche Bestsellers "Feuchtgebiete" kommt nun am 22. August tatsächlich in die deutschen Kinos. Aber: Muss man Gemüse-Masturbation und mangelnde Körperhygiene wirklich auf der großen Kinoleinwand sehen? Wir verlosen drei Gewinnpakete!

Fünf Jahre nach dem Sensations-Erfolg von “Feuchtgebiete” können wir jetzt der körperflüssigkeiten-liebende Helen Memel in Nahaufnahme beim Urinieren und Masturbieren zuschauen. Die preisgekrönte Schweizerin Carla Juri spielt die Hauptrolle.

Worum geht's nochmal?

Für alle, die das Buch nicht gelesen haben, folgt nun erstmal die Story:

Die Protagonistin Helen Memel (Carla Juri) hat nicht nur eine Vorliebe für Masturbation in allen erdenklichen Varianten, sie hat's auch nicht so mit der Körperhygiene und liebt es mit ihren Ansichten zu tabuisierten Themen zu provozieren.

"Feuchtgebiete" besteht aber nicht nur aus Ekel-Szenen. Hinter allem körperlichen Ausdruck steckt ja bekanntlich auch eine seelische Ursache. Bei Helen ist es der Wunsch nach Liebe und Geborgenheit: Helen möchte nicht akzeptieren, dass ihre Eltern (Meret Becker und Axel Milberg) geschieden sind. Nur bei ihrer besten Freundin Corinna (Marlen Kruse) findet Helen emotionalen Halt. Mit ihr kompensiert sie ihre Sehnsucht nach Liebe, indem sie sämtliche gesellschaftliche Konventionen brechen.

Der Film, beziehungsweise das Buch, spielt hauptsächlich im Krankenhaus, weil Helen wegen einer missglückten Intimrasur und Hämorrhoiden operiert werden soll. Im Krankenbett resümiert sie ihre bisherigen sexuellen Erfahrungen und ihre Ansichten zu jeglichen Körperflüssigkeiten, sowie ihre eigens entwickelten Masturbationstechniken.

Starttermin verschoben: "Schoßgebete" mit Lavinia Wilson erst 2014 im Kino Starttermin verschoben "Schoßgebete" mit Lavinia Wilson erst 2014 im Kino Zum Artikel » Gleichzeitig hofft sie, ihre Eltern am Krankenbett wieder versöhnen zu können. Mit ihrer gnadenlosen Direktheit und ihrer witzigen Art verdreht sie Pfleger Robin (Christoph Letkowski) den Kopf.

Wie eklig wird's?

Soviel zur Story. Der kurze Trailer hingegen zeigt nicht viel davon: Er ist eine Aneinanderreihung einiger "krasser" Bilder, die die Fantasie ordentlich anregen. Wenn der Film also wirklich so ist, wie der Trailer verspricht, ist er wohl sehr buch-getreu und es wird wirklich eklig. Selbst die Hartgesottenen werden wohl das ein- oder anderemal das Gesicht verziehen. Aber schaut euch selbst den Trailer oben an.

Interview mit Charlotte Roche: "Ich finde viele Filmszenen auch eklig" Interview mit Charlotte Roche "Ich finde viele Filmszenen auch eklig" Zum Artikel » Zum Schluss noch ein Statement von Helen-Darstellerin Carla Juri:

Was ist für Sie die Kernmessage von Feuchtgebiete? “Anders sein ist nicht absichtlich. Rebellion kommt aus der Not. Beides ist anstrengend und tut manchmal weh, aber es muss sein.”

Der Film startet am 22. August 2013 in den Kinos. Oder bereits in der Premiere am 15. August im Frankenheim Open-Air-Kino.