Berlinale

Steve McQueens "12 Years A Slave" ist wertvollster Film

Berlinale: Steve McQueens "12 Years A Slave" ist wertvollster Film Berlinale: Steve McQueens "12 Years A Slave" ist wertvollster Film Foto: TOBIS Film

Steve McQueens Sklavendrama "12 Years A Slave" ist bei der Gala Cinema for Peace in Berlin in der Kategorie "Wertvollster Film des Jahres" ausgezeichnet worden. Auch bei den Oscars gilt der Film als Favorit.

Der amerikanische Filmemacher Steve McQueen konnte am Montag wegen eines Oscar-Termins nicht persönlich an der Preisvergabe in Berlin teilnehmen, bedankte sich aber per Videobotschaft für die Auszeichnung. Bis heute würden 21 Millionen Menschen als Sklaven gehalten, sagte McQueen. "Die Sklaverei ist nicht abgeschafft, sie ist nur liberalisiert."

"12 Years A Slave" erzählt eine wahre Geschichte

Der Film behandelt die Geschichte von Solomon Northup. Er war schwarz und er lebte Mitte des 19. Jahrhunderts im Bundesstaat New York. Dort gab es keine Sklaverei mehr, doch zwei Männer luden Northup ein, mit ihnen zu feiern. Sie machten ihn betrunken, verschleppten ihn nach Washington und verkauften ihn nach Louisiana, wo er zwölf Jahre als Sklave arbeitete. Er konnte keine Nachricht an seine Frau und die zwei Kinder senden, allein die Hoffnung auf Rettung hielt ihn am Leben. Nachdem er tatsächlich befreit wurde, schrieb er ein Buch über seine Erlebnisse.

Oscar-Nominierung für McQueen

Der britische Künstler Steve McQueen verfilmte dieses Buch unter dem Titel "12 Years as a Slaver". Neben der Auszeichnung bei der Berlinale kann McQueen auf einen Oscar in der Kategorie "Beste Regie" hoffen. Das Sklavendrama gehört mit insgesamt neun Nominierungen zu den großen Oscar-Favoriten. Die 86. Verleihung der Academy Awards findet am 2. März in Los Angeles statt.