Commerz Real Cinema

Open-Air-Kino startet mit neuem Namen

Commerz Real Cinema: Open-Air-Kino startet mit neuem Namen Commerz Real Cinema: Open-Air-Kino startet mit neuem Namen Foto: Bernd Schaller
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Die Commerzbank-Tochter Commerz Real ist neuer Sponsor des Freiluft-Kinos. Stargast zum Start der 20. Auflage am 24. Juli ist Tenor Paul Potts. Altbier wird es nach dem Weggang von Titelsponsor Frankenheim gar nicht mehr geben.

Mit einem Star-Tenor und seiner Lebensgeschichte startet das Open-Air-Kino am Rheinufer am 24. Juli in sein 20. Jahr. Sänger Paul Potts tritt an diesem Abend live vor dem Kino-Publikum auf, anschließend wird der Film "One Chance - einmal im Leben" über seine bewegende Geschichte gezeigt. "Das ist genau die Eröffnung, die wir uns wünschen", sagte Veranstalter Sven Kukulies bei der Präsentation des Programmes, das im Jahr des 20. Geburtstages mindestens fünf Vorpremieren und einige Spezial-Abende beinhaltet.

Auch "Mamma Mia", bei den Freiluft-Kino-Besuchern längst als Kultfilm etabliert, wird wieder gezeigt. Ganz neu ist dagegen der Name des Titelsponsors, an den sich die Düsseldorfer wohl erst noch gewöhnen müssen: "Commerz Real Cinema" heißt die Veranstaltung ab jetzt. Das Unternehmen für Vermögens- und Finanzierungsmanagement hat sich für zunächst drei Jahre als Sponsor verpflichtet.

commerz real cinema (image/jpeg) Die Kino-Veranstalter Sven Kukulies (3.v.l.) und Eva Haub präsentieren mit Frank Henes (r.) und Axel Siebenkittel vom neuen Titelsponsor Commerz Real das Plakat zur neuen Open-Air-Kino-Saison. Wer im vergangenen Jahr das Kino am Rheinufer besuchte, dürfte die eindringlichen Worte von Veranstalter Sven Kukulies gehört haben. Abend für Abend trat er vor dem jeweiligen Film vors Publikum und schilderte die Lage: Titelsponsor Frankenheim hatte kurzfristig angekündigt, sein langjähriges Engagement nach der Saison auslaufen zu lassen - dem Kino drohte damit das Aus. "Ich war privat da und habe das gehört", sagt Frank Henes, Vorstandsmitglied der Commerz Real AG: "In dem Moment hätte ich noch nicht gedacht, dass wir diese Rolle übernehmen können."

Haben sie dann aber doch getan: "Wir finden das Kino toll und sehen da eine große Strahlkraft weit über Düsseldorf hinaus", so Henes. Einen "ordentlichen sechsstelligen Betrag" zahlt die Commerzbank-Tochter jährlich für ihr Engagement - und ist überzeugt, dass sich das auszahlen wird. Ein weiterer neuer Partner ist König-Pilsener - Altbier wird es damit nach dem Weggang des langjährigen Sponsors in dem Kino gar nicht mehr geben, dafür aber wieder einige neue Gastronomie-Konzepte.

Nächstes Jahr soll sich, wenn alles nach Plan geht, für Kukulies und seine Mit-Organisatoren noch einiges verbessern. So gebe es schon länger eine Zusage der Stadt, dass die am Standort des Kinos vorhandenen Kanal-Einleitstellen saniert werden und dann wieder genutzt werden können. Für die Veranstalter, die bislang das Abwasser mit Lkw wegkarren müssen, wäre das eine ersehnte Verbesserung, für die sie sogar selbst zahlen wollen - bislang habe man aber vergeblich nachgehakt. Nach dem Wechsel an der Stadtspitze hoffe man, dass es bei der Zusage bleibe und diese endlich umgesetzt werde, sagte Mit-Veranstalterin Eva Haub. Einen guten Draht zum neuen OB gibt es immerhin: Kukulies veranstaltet nicht nur das Open-Air-Kino, sondern hat auch beim Wahlkampf Thomas Geisels mitgewirkt.

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Die Zielmarke für dieses Jahr sind insgesamt 50 000 Zuschauer an den 32 Vorstellungstagen, bei überdurchschnittlich gutem Wetter können es einige Tausend mehr werden. Eine oder zwei Vorstellungen fielen in den vergangenen Jahren stets Gewitter-Warnungen zum Opfer - auch damit muss immer gerechnet werden.

Das Programm ist erneut eine Mischung aus Premieren (etwa die französische Liebesgeschichte "Ein Augenblick Liebe" mit Sophie Marceau oder der Actionfilm "Lucy" mit Scarlett Johansson), Erfolgen der vergangenen Monate ("Maleficent"; "Fack ju Göhte") und Klassikern ("Die fabelhafte Welt der Amélie"; "Spiel mir das Lied vom Tod"). Star-Gäste wie Christoph Maria Herbst (wird bei der "Stromberg"-Vorstellung zu Gast sein) sollen für zusätzlichen Glamour sorgen - und damit ist die Grenze des Ehrgeizes bei Kukulies und Kollegen noch nicht erreicht. So wurde sogar Schauspielerin Keira Knightley, deren Film "Can a song save your life?" am 6. August als Preview gezeigt wird, eingeladen. Das Management des Hollywood-Stars habe bislang weder Mails beantwortet noch zurückgerufen, gab Kukulies zu. "Aber wir bleiben dran."

Quelle: RP