Costner zwischen Parodie und Thriller

Costner zwischen Parodie und Thriller

Costner zwischen Parodie und Thriller: Costner zwischen Parodie und Thriller Costner zwischen Parodie und Thriller: Costner zwischen Parodie und Thriller Foto: dpa, kde
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In "3 Days To Kill" spielt der 59-jährige Kevin Costner einen CIA-Agenten im letzten Einsatz. Der Film kann sich leider nicht entscheiden, was er nun sein will.

Für in die Jahre gekommene Hollywoodstars gibt es seit einiger Zeit ein neues Betätigungsfeld: den Actionfilm. Liam Neeson hat es vorgemacht: Seitdem der Charakterdarsteller ("Schindlers Liste") in dem Agententhriller "96 Hours" (2008) seine Kämpferqualitäten entdecken durfte, kann er sich vor Rollenangeboten kaum retten.

Jetzt springt Frauenschwarm Kevin Costner (59) auf den Actionzug auf. In "3 Days To Kill" darf der Herzensbrecher einen CIA-Agenten spielen, der notfalls auch über Leichen geht, in erster Linie aber seine pubertierende Tochter zähmen muss und seine Ex-Frau umgarnt.

Das Drehbuch zu diesem rasanten, aber wenig originellen Thriller mit Familienanschluss stammt, wie bei "96 Hours", vom Regisseur und Autor Luc Besson. Der garantiert für hübsche Ansichten von Eiffelturm bis Montmartre - nur leider arbeitet sein Skript mit Schablonen. Nett anzusehen ist der von Regisseur Joseph McGinty Nichol ("3 Engel für Charlie") in Szene gesetzte Film trotzdem.Costner spielt sehr routiniert den CIA-Agenten Ethan Renner, der nur noch wenige Monate zu leben hat. Diese Zeit will er mit seiner Ex-Frau Christine (Connie Nielsen) und der Tochter Zooey (Hailee Steinfeld) in der Seine-Metropole verbringen. Aber der Haudegen kommt nicht zur Ruhe. Seine Chefin Vivi (Amber Heard) spannt Renner für einen letzten Auftrag ein. Er soll in drei Tagen einen Terroristen, den "Wolf", zur Strecke bringen. Dafür versorgt Vivi den Todkranken mit einem noch nicht erprobten Medikament, das ihm das Leben retten könnte.

So changiert dieser Thriller zwischen angestrengter Komik und routinierter Action, ohne allerdings zur Parodie im Stile der "R.E.D."-Serie zu werden. Zwei Stunden Popcornkino mit einem Happy End - mehr sollte man bei "3 Days To Kill" nicht erwarten.