Die Nominierungen 2012

"The Artist" ist großer Oscar-Favorit

Die Nominierungen 2012: "The Artist" ist großer Oscar-Favorit Die Nominierungen 2012: "The Artist" ist großer Oscar-Favorit Foto: dapd, Matt Sayles

Der französische Stummfilm "The Artist" ist der große Favorit für die diesjährige Oscarverleihung. Der Film von Michel Hazanavicius bekam am Dienstag in Los Angeles die Nominierungen für zehn Oscars, davon fünf in den wichtigen Hauptkategorien.

Wer holt die beliebte Statue?: Oscar-Nominierungen: "Bester Film 2012" Wer holt die beliebte Statue?: Oscar-Nominierungen: "Bester Film 2012" Wer holt die beliebte Statue?: Oscar-Nominierungen: "Bester Film 2012" Wer holt die beliebte Statue? Oscar-Nominierungen: "Bester Film 2012" 9 Fotos Darunter ist auch der Hauptpreis für den besten Film, den allerdings auch acht andere Produktionen gewinnen können.

Hazanavicius kann die Trophäe als Regisseur und als Drehbuchautor gewinnen, Jean Dujardin als bester Hauptdarsteller und Ludovic Bource für die Musik.

Weitere Favoriten sind das leise Rassendrama "The Help" und George Clooneys Tragikomödie "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten". Sie haben die Chance auf vier Statuetten, ebenso wie Woody Allens "Midnight in Paris" oder "Die Kunst zu gewinnen - Moneyball" mit Brad Pitt. "Albert Nobbs", in dem sich Glenn Close als Mann verkleidet, um eine Anstellung zu bekommen, ist für drei Oscars nominiert.

Szenenbilder aus dem Kinofilm: "The Artist" – Stummfilm als Oscar-Favorit Szenenbilder aus dem Kinofilm: "The Artist" – Stummfilm als Oscar-Favorit Szenenbilder aus dem Kinofilm: "The Artist" – Stummfilm als Oscar-Favorit Szenenbilder aus dem Kinofilm "The Artist" – Stummfilm als Oscar-Favorit 8 Fotos Der Oscar für den besten Film des Jahres 2011 wird am 26. Februar im Kodak Theatre in Los Angeles verliehen. Vor einem Jahr war "The Kings Speech" der große Favorit. Von zwölf Nominierungen gewann er vier Oscars, unter anderem die besonders wichtigen als bester Film, beste Regie (Tom Hooper) und bester Hauptdarsteller (Colin Firth).

Deutscher für Kurzfilm nominiert

 In der Kategorie Kurzfilm wurde ein deutscher Film nominiert. "Raju" ist der Abschlussfilm dreier Studenten der Hamburg Media School, Max Zähle, Sin Huh und Stefan Gieren.

Die Idee zum Filmthema kam Regisseur Zähle nach dem schweren Erdbeben in Haiti 2010, in dessen Folge zahlreiche zum Teil unseriöse Auslandsadoptionen vermittelt wurden.

Er thematisiert den – infolge gutgemeinter Adoptionen aus westlichen Ländern florierenden – illegalen Kinderhandel in Indien.

Nominierung für Wim Wenders

Oscar-Chancen für Wim Wenders: Der deutsche Regisseur ist mit seiner 3D-Hommage "Pina" für den Doku-Oscar nominiert worden. Die Dokumentation über die 2009 gestorbene legendäre Tänzerin Pina Bausch, Gründerin des Wuppertaler Tanztheaters, tritt bei der Oscar-Vergabe in der Sparte "Bester Dokumentarfilm" gegen vier Mitstreiter an.

"Pina" hatte anfangs doppelte Oscar-Chancen, denn der Film war für Deutschland auch ins Rennen um den Auslands-Oscar gezogen. Bei einer Vorauswahl schaffte es "Pina" in der Sparte "nicht-englischsprachiger Film" zwar in die Gruppe von neun Spitzenkandidaten, konnte sich am Dienstag aber nicht unter den Top 5-Nominierten platzieren.

"The Artist" räumt ab: Gewinner und Gäste der Golden Globes 2012 "The Artist" räumt ab: Gewinner und Gäste der Golden Globes 2012 "The Artist" räumt ab: Gewinner und Gäste der Golden Globes 2012 "The Artist" räumt ab Gewinner und Gäste der Golden Globes 2012 23 Fotos Seine erste Oscar-Nominierung hatte Wenders im Jahr 2000 für die Musik-Doku "Buena Vista Social Club" in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm" erhalten, war bei der Preisvergabe dann aber leer ausgegangen.

Zuletzt hatte Florian Henckel von Donnersmarck 2007 mit seinem Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" den Auslands-Oscar nach Deutschland geholt. 1960 wurde der deutsche Tierforscher Bernhard Grzimek mit seinem Afrika-Film "Serengeti darf nicht sterben" mit dem Dokumentar-Oscar gekrönt. In diesem Jahr werden die Oscars am 26. Februar in Hollywood zum 84. Mal vergeben.

 

Weitere Nominierungen in den wichtigsten Sparten:

Beste Regie:

  • Woody Allen ("Midnight in Paris")
  • Martin Scorsese ("Hugo Cabret")
  • Michel Hazanavicius ("The Artist")
  • Alexander Payne ("The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten")
  • Terrence Malick ("Tree of Life")

Bester Hauptdarsteller:

  • George Clooney ("The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten")
  • Jean Dujardin ("The Artist")
  • Brad Pitt ("Die Kunst zu gewinnen - Moneyball")
  • Gary Oldman ("Dame, König, As, Spion")
  • Demián Bichir ("A Better Life")

Beste Hauptdarstellerin:

  • Viola Davis ("The Help")
  • Meryl Streep ("Die eiserne Lady")
  • Michelle Williams ("My Week With Marilyn")
  • Rooney Mara ("Verblendung - The Girl With The Dragon Tattoo")
  • Glenn Close ("Albert Nobbs")

Bester Nebendarsteller:

  • Christopher Plummer ("Beginners")
  • Kenneth Branagh ("My Week with Marilyn")
  • Jonah Hill ("Die Kunst zu gewinnen - Moneyball")
  • Nick Nolte ("Warrior")
  • Max von Sydow ("Extremely Loud & Incredibly Close")

Beste Nebendarstellerin:

  • Jessica Chastain ("The Help")
  • Bérénice Bejo ("The Artist")
  • Octavia Spencer ("The Help")
  • Janet McTeer ("Albert Nobbs")
  • Melissa McCarthy ("Bridesmaids")

Nicht-englischsprachiger Film:

  • "Nader und Simin - Eine Trennung" (Iran)
  • "In Darkness" (Polen) - "Footnote" (Israel)
  • "Bullhead" (Belgien)
  • "Monsieur Lazhar" (Kanada)

Dokumentarfilm:

  • "Pina" - "Undefeated"
  • "Paradise Lost 3: Purgatory"
  • "Hell and Back Again"
  • "If a Tree Falls: A Story of the Earth Liberation Front"

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