Dreharbeiten in Mülheim

Helge Schneider in geheimer Mission

Dreharbeiten in Mülheim: Helge Schneider in geheimer Mission Dreharbeiten in Mülheim: Helge Schneider in geheimer Mission Foto: dpa, Horst Ossinger

Der Komiker wird 2013 wieder als Agent "00 Schneider" auf den Kinoleinwänden zu sehen sein. In Mülheim dreht Helge Schneider das zweite Abenteuer seines schrulligen Ermittlers. Auch in diesem Teil führt er selbst Regie.

Im beige-braunen Ledermantel und Pilotensonnenbrille gibt der Komiker Regieanweisungen. Das Himmel ist grau und wolkenverhangen und auch der Drehort ist eher trist: Zwischen einem Friseurladen, einem Nagelstudio und einem Ruhrpott-typischen "Büdchen" mit Trinkpäckchen und Fruchtgummi im Schaufenster wird für den neuen Kinofilm gedreht. Erst fährt ein Mann im Rollstuhl mit Sack über dem Kopf durch die Straße, dann huscht Schauspieler Peter Thoms als Oma Elli verkleidet über die Straße. In die Kamera soll er "Arschloch" sagen - und muss das gleich mehrfach machen.

"Mülheim, das ist ja eine Stadt der Zukunft: leere Fußgängerzonen, viele Nagelstudios und Telefonläden", sagt Helge Schneider am Set. Ihm sei wichtig, dass man im Kinofilm später viel von der Stadt sehe. "Ich will das wahre Leben im Hintergrund spüren und keine Sterilität", sagt Schneider und befindet: "Die Leute hier machen gut mit."

Schon der erste "00 Schneider"-Streifen ist in Mülheim mitten im Ruhrpott gedreht worden. Im ersten Teil der Reihe machte Schneider im Jahr 1994 "Jagd auf Nihil Baxter". Bei Helge-Fans wurde der Streifen Kult. Bei Filmkritikern kam der oftmals abstruse Film allerdings nicht so gut an. "Dieses Mal geht es um Sitte und Anstand. Diese Stadt würde ohne den Kommissar Schneider zugrunde gehen", sagt der Komiker.

In dem absurden Film geht Helge Schneider als "00 Schneider" auf die Jagd nach Jean-Claude Pillemann, der wegen seiner reptilienhaften Bewegungen auch die "Eidechse" genannt wird. "Der Intelligenzverbrecher gilt wegen seiner ätzenden Spucke als gemeingefährlich", heißt es in der Inhaltsangabe zum Film. "Was der Kommissar allerdings mit der Eidechse macht, weiß ich noch nicht. Da wird dann wieder improvisiert", sagt Schneider.

Im Film soll es auch noch um einen hinterhältigen Sittenstrolch, einen Überfall in einem Tabakladen und um ein verschwundenes Huhn gehen, so die Sprecherin von Senator-Film. Der Kinofilm wird von der Filmstiftung NRW mit 550 000 Euro gefördert. In dem Streifen wirken auch die Schauspieler Rocko Schamoni, Tyree Glenn junior und Ira Coleman mit. Gedreht wurde zwar hauptsächlich in Mülheim, aber auch in Essen und in Duisburg seien Szenen für den Film entstanden, so Schneider. Noch bis Ende November wird gedreht. Der Film soll im Herbst 2013 in die Kinos kommen.

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