Erst pfui, dann hui

Charlie Sheen als "Torpedo der Wahrheit"

Erst pfui, dann hui: Charlie Sheen als "Torpedo der Wahrheit" Erst pfui, dann hui: Charlie Sheen als "Torpedo der Wahrheit" Foto: AP

Dass US-Comedystar Charlie Sheen ein echt verrückter Typ ist, das durfte man in den vergangenen Wochen miterleben. Fast täglich gab er neue Irrungen und Wirrungen aus seinen ein bis zwei Gehirnen bekannt. Jetzt will er auf einer Tour als "Torpedo der Wahrheit" endgültig für Aufklärung sorgen. Bei seinen Fans sorgte das bislang einmal für Buh-Rufe, einmal für Standing Ovations.

Nach seinem verpatzten Tourauftakt in Detroit hat Charlie Sheen mit seiner zweiten Bühnenshow in Chicago offenbar mehr Erfolg beim Publikum gehabt. Vor und nach dem Auftritt am Sonntagabend feierten ihn die Zuschauer mit stehenden Ovationen.

Nach der Pleite in Detroit hatte der mit großem Medienhype aus der "Two and a Half Men"-Serie geflogene Comedy-Star sein Programm umgestellt.

Am ersten Abend seiner "Torpedo der Wahrheit"-Tour hatte Sheen Buh-Rufe geernet, Zuschauer verließen scharenweise das Fox Theatre in Detroit und verlangten ihr Eintrittsgeld zurück.

Das neue Programm, in dem sich der Schauspieler unter anderem im Talk-Show-Stil zu seinem Leben befragen ließ, funktionierte dagegen offenbar. Einige Besucher des ausverkauften Chigaco Theatres sagten, die Show sei zwar nicht großartig gewesen, habe aber ihre witzigen Momente gehabt.

Sheen will mit der "Torpedo der Wahrheit"-Tour bis Mai in insgesamt 20 Städten auftreten. Der 45-Jährige steht dabei mit seinen beiden Lebensgefährtinnen auf der Bühne, einem früheren Pornostar und einer Schauspielerin, die er als seine "Göttinen" bezeichnet.

Sheen hatte die Live-Tour durch die USA nach seinem Rauswurf beim Fernsehen angekündigt. Die Tickets für seine Shows verkauften sich dank seiner Präsenz auf dem Kurznachrichtendienst Twitter teils innerhalb weniger Minuten.

Sheen wurde am 7. März von Warner Brothers, der Produktionsfirma seiner Erfolgs-Comedy, nach einer Serie von Ausfällen und Eskapaden gefeuert. Das Fass zum Überlaufen brachte eine Tirade gegen den "Two and a Half Men"-Produzenten Chuck Lorre.

In den vergangenen Jahren hatte der 45-jährige Schauspieler immer wieder Schlagzeilen wegen Drogenmissbrauchs, gescheiterter Ehen, Sorgerechtsstreitigkeiten und Zusammenstößen mit der Polizei gemacht. Die TV-Comedy wurde trotzdem zum Riesenerfolg und brachte ihm eine Millionengage ein.