Filmpremiere

Vom Ritchie ehrt Punk-Idol Stiv Bators

Filmpremiere: Vom Ritchie ehrt Punk-Idol Stiv Bators Filmpremiere: Vom Ritchie ehrt Punk-Idol Stiv Bators Foto: PFW
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Vom Ritchie hat beim letzten Album von Stiv Bators mitgewirkt. Nun kam er zur Premiere des Dokumentarfilms über den Musiker ins Metropol-Kino. Im Gespräch werden Erinnerungen lebendig.

In seinen wilden Punk-Jahren hat der Toten-Hosen-Schlagzeuger Vom Ritchie unter anderem am letzten Album der Legende Stiv Bators mitgewirkt. Bators war Frontmann von The Dead Boys und The Lords of the New Church und starb 1990 unter nicht ganz geklärten Umständen nach einem Autounfall in Paris. Regisseur Danny Garcia hat ihn jetzt im Dokumentarfilm „Stiv“ verewigt – und Vom Ritchie hat sich extra frei genommen, um bei der Düsseldorfer Premiere am Donnerstag, 18. April, 21.30 Uhr, im Metropol-Filmkunstkino Rede und Antwort zu stehen.

„Stiv war ein guter Freund von mir“, erzählt Vom Ritchie, „wir trafen uns zum ersten Mal 1986 und entschieden vier Jahre später, ein Album aufzunehmen.“ „The Last Race“ heißt das Werk, an dem auch Johnny Thunders, Kris Dollimore von The Godfathers und Dee Dee Ramone beteiligt waren. Als Stiv Bators im Juni 1990 starb, war das Album noch nicht fertig gestellt – und Vom Ritchie setzte sich dafür ein, dass es einige Jahre später zumindest in einer kleinen Auflage erscheinen konnte: „Alles andere wäre Verschwendung gewesen. Es sind zwar nur zehn Titel darauf, aber darunter ist zum Beispiel eine schöne Version von ‚Poison Heart‘, das die Ramones später noch einmal eingespielt haben.“

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Wenn Vom Ritchie über seinen Freund Bators spricht, dann gerät er schnell ins Schwärmen – und er will sich viel Zeit nehmen, das im Kino auch vor Publikum zu tun: „Stiv war ein Rock’n’Roller, er war der Punk-Jim-Morrison, er war größer als das Leben. Im persönlichen Umgang wirkte er manchmal fast schüchtern und dann wiederum riss er einen guten Witz nach dem anderen. Bei Konzerten hat er hingegen sehr abenteuerliche Shows geboten – und sich zum Beispiel auf der Bühne erhängt. Das ist einmal schief gegangen und er hatte danach noch jahrelang Nackenprobleme.“

An den Spekulationen um Stiv Bators Tod, die von Drogenrausch über Selbstmord bis Mord ins Kraut schießen, will Vom Ritchie sich nicht beteiligen: „Ich tendiere dazu, zu glauben, dass es einfach ein Unfall war. Ich habe in Paris jedenfalls nicht mehr erlebt, dass er irgendwelche Drogen genommen hat.“

„Stiv“ ist der erste Film, der über den Musiker gedreht wurde, und sein Leben wird durch Archivmaterial, Fotos, Musik und neue Interviews mit Menschen, die ihn kannten, dokumentiert. Der Schlagzeuger der Toten Hosen wartet bis zur Düsseldorfer Premiere, um die Doku, in der er selbst zu Wort kommt, zum ersten Mal zu sehen: „Ich will mir die Überraschung bis Donnerstag aufsparen und mit dem Publikum mitfiebern.“

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Quelle: RP