Jubiläum für Kult-Zeichentrick-Familie

"Die Simpsons" feiern 25. Geburtstag

Jubiläum für Kult-Zeichentrick-Familie: "Die Simpsons" feiern 25. Geburtstag Jubiläum für Kult-Zeichentrick-Familie: "Die Simpsons" feiern 25. Geburtstag Foto: dapd, Rick Bowmer
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Seit einem Vierteljahrhundert flimmert die gelbe Zeichentrick-Familie von Matt Groening über die Bildschirme. Ihre Karriere begann als Pausenfüller der "Tracey Ullman Show". Bis mindestens 2014 wird die Serie fortgesetzt.

Ihre Gesichtsfarbe ist ungesund gelb. Der fünfte Finger fehlt. Und ihr Familienleben in der amerikanischen Vorstadt-Idylle ist alles andere als vorbildlich. Dennoch – oder gerade deswegen – begeistern die Simpsons seit 25 Jahren weltweit Millionen von Menschen.

Am 19. April 1987 wurde die erste Sendung über die Familie und ihren schrägen Blick auf die Welt ausgestrahlt. Die Folge "Good Night" ("Gute Nacht") ging damals als Pausenfüller in der "Tracey Ullman Show" auf Sendung. Angeblich schuf Matt Groening die Figuren für die Show in gerade einmal 15 Minuten. Zwei Jahre später nahm der amerikanische TV-Sender Fox "Die Simpsons" als Serie ins Programm. Mittlerweile sind sie in mehr als 120 Ländern auf Sendung.

Vor dem subversiven Humor und ihren Gemeinheiten ist seither nichts und niemand mehr sicher – von George W. Bush über Lenny Kravitz bis hin zu Carla Bruni. Viele Prominente tauchen in ihrer eigenen Zeichentrickversion in der Serie auf. Manche synchronisieren ihre Figuren sogar selbst. Die Simpsons schwanken zwischen philosophischer Welterkenntnis und Lächerlichkeit, und sie scheuen auch nicht davor zurück, sich selbst spöttisch auf die Schippe zu nehmen.

Die Simpsons, das sind Familienvater Homer (sein Alter schwankt je nach Folge zwischen 36 und 42 Jahren), Mutter Marge (34) und die Kinder Bart (10), Lisa (8) und Maggie (1). Der grummelige Homer ist Sicherheitsinspektor des Atomkraftwerks – ohne jegliche Qualifikation, dafür mit einem unstillbaren Verlangen nach "Duff"-Bier und Doughnuts. Seine Frau Marge, deren blauer Haarturm nur in Ausnahmesituationen mal die Form verliert und sonst tapfer der Schwerkraft trotzt, ist die gute Seele im Haus. Sohn Bart bringt sich ständig in Schwierigkeiten und kommt daher wie ein verhaltensauffälliges Nachbarskind. Er streitet gerne mit Schwester Lisa (8), die durch ihren Scharfsinn besticht und zeitweise unsympathisch viel weiß. Sie will Präsidentin werden. Zu guter Letzt gehört Maggie zur Familie, die nichts weiter zu tun hat, als provokativ an ihrem Schnuller zu nuckeln. Sie gilt trotz Lisas Schläue als das klügste Kind.

Groening hat die Figuren nach dem Vorbild seiner Familie entwickelt. Marge ist angelehnt an seine Mutter Margaret, Homer an seinen gleichnamigen Vater. Lisa und Maggie heißen Groenings Schwestern. Nur sich selbst nannte er nicht Matt, sondern Bart, "damit die Ähnlichkeit nicht allzu auffällig ist".

Heute sind seine Simpsons die in den USA am längsten laufende Cartoon-Serie überhaupt und zu Ikonen der Pop-Kultur aufgestiegen. Ihre Gesichter zieren Tassen, T-Shirts und offizielle Briefmarken der US-Post. Marge gelang 2009 sogar der Sprung auf den Titel des "Playboy"-Magazins. Einen derartigen Erfolg der schrägen Familie von der 742 Evergreen Terrace in Springfield hatte Groening nie für möglich gehalten. Lange hat er versucht, geheim zu halten, wo das legendäre Springfield liegt, das dem Simpsons-Schauplatz zum Vorbild diente. Denn, so seine Erklärung, Springfield sollte ein Ort sein, der überall zu finden ist. Springfield hat ein Atomkraftwerk, einen Flughafen und liegt am Meer. Manchmal jedenfalls. In einigen Folgen ragen hohe Berge über dem Städtchen auf, dann wieder ist es nur ein kurzer Weg in die Wüste. Das hat Geografen einige Rätsel aufgegeben. In den USA gibt es ähnlich viele "Springfields", wie in Deutschland "Neustadts": 64 Orte in 35 Bundesstaaten tragen diesen Namen. Jetzt hat Groening in einem Interview verkündet, dass sein Springfield in Oregon liegt. Wen wundert's? Er kommt selbst aus Oregon.

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Quelle: RP