Kino aus dem Internet

Auf was man bei Online-Videotheken achten muss

Kino aus dem Internet: Auf was man bei Online-Videotheken achten muss Kino aus dem Internet: Auf was man bei Online-Videotheken achten muss Foto: dpa, toh

Wer sich Kino ins Wohnzimmer holen möchte, muss schon lange nicht mehr DVDs kaufen oder ausleihen. Seit einigen Jahren gibt es Onlinevideotheken, die Filme gegen Leihgebühr direkt aus dem Internet auf den Bildschirm nach Hause holen. Die Dienste gewinnen bei Verbrauchern zunehmend Akzeptanz.

Welche Arten von Onlinevideotheken gibt es?

Illegale Filmkopien: Kino.to soll hinter weiteren Filmportalen stecken Illegale Filmkopien Kino.to soll hinter weiteren Filmportalen stecken Zum Artikel » Besonders komfortabel sind sogenannte Video-on-Demand-Dienste (VoD-Dienste). Nutzer rufen Filme direkt aus dem Internet ab und bekommen sie auf dem Fernseher angezeigt. Daneben haben viele Fernsehsender Mediatheken, wo Internetnutzer Beiträge, Serien und Filme eine Zeit lang kostenlos anschauen können.

Weniger schnell kommen Filme von Online-Videotheken ins Haus, bei denen Nutzer DVDs oder Bluray-Discs (BDs) übers Internet ausleihen. Diese werden dann per Post zugestellt und müssen nach dem Ansehen zurückgeschickt werden.

Wie kann ich Filme im Internet ausleihen?

Filme im Internet lassen sich auf verschiedenen Geräten abrufen. Was möglich oder notwendig ist, hängt vom Anbieter ab. Allgemein ist die Ausleihe über Computer möglich oder über Fernseher, an die Empfangsgeräte angeschlossen sind, sogenannte Set-Top-Boxen. Daneben gibt es auch internetfähige Fernseher. Die Filme können zudem oft auf Smartphones oder Tablets geladen werden.

Wie müssen Haushalte und Geräte für den Online-Videogenuss ausgestattet sein?

Ein schneller Internetanschluss ist notwendig: Für Filme in Standardqualität reicht laut Experten eine Geschwindigkeit von zwei Megabit pro Sekunde, für hoch auflösende Filme (HD-Filme) sind sechs bis 16 Megabit nötig. Wer HD-Filme sehen möchte, benötigt zudem einen HD-fähigen Fernseher.

Auf Computern muss meist Windows laufen, teils können auch Mac-Rechner genutzt werden. Linux ist häufig ausgeschlossen. Auch von Smartphones und Tabletrechnern sind manche Plattformen nur unter einem bestimmten Betriebssystem erreichbar.

Wie leihe ich Filme per VoD aus?

Verbraucher müssen sich zunächst bei einem Anbieter anmelden. Dort loggen sie sich per Computer oder Fernseher ein, suchen den gewünschten Film und können ihn sofort ansehen. Die Leihdauer beträgt meist 24 bis 48 Stunden.

Manche Anbieter haben auch deutlich längere Fristen. Nutzer können die Filme anschauen, so oft sie wollen. Das zeitweise Speichern auf dem eigenen Computer, um Filme auch ohne Internetverbindung später zu sehen, ist nur selten möglich.

Was kostet die Filmausleihe im Netz?

Die Preise sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Viele haben genauso einzelne Filme wie Abonnements oder Monatspauschalen im Programm. Fällig sind je nach Anbieter und Film oft zwischen 50 Cent und sechs Euro.

HD-Filme kosten mehr als solche in Standardqualität. Abomodelle machen Filme meist entweder günstiger, oder eine Auswahl von Filmen ist gleich ganz kostenlos.

Welche Filme kann ich ausleihen?

Grundsätzlich gibt es Kinofilme, Serien und manche Fernsehfilme zur Leihe. Das Angebot reicht von mehreren hundert bis zu mehreren tausend Titeln. Teils stecken hinter den Filmportalen die großen Privatsender - sie bieten online die Filme an, die bei ihnen bereits gelaufen sind.

Viele Kinofilme sind im Internet verfügbar, sobald sie auf DVD erscheinen, müssen aber erst einmal wieder aus dem Netz verschwinden, wenn sie im Fernsehen laufen. Nur vergleichsweise wenige Filme sind als Originalversion oder mit Untertiteln verfügbar.

Bieten die VoD-Dienste dieselbe Qualität wie Filme auf DVD?

Die Bildqualität bei VoD ist laut Stiftung Warentest schlechter als bei Filmen, die von DVD oder Bluray abgespielt werden. Nur drei von neun getesteten Anbietern konnten überzeugen. Kein Film erreichte demnach dieselbe Qualität wie auf einer Bluray.