Neue Liebes-Komödie im Kino

Justin und Mila in "Freunde mit gewissen Vorzügen"

Neue Liebes-Komödie im Kino: Justin und Mila in "Freunde mit gewissen Vorzügen" Neue Liebes-Komödie im Kino: Justin und Mila in "Freunde mit gewissen Vorzügen" Foto: Sony Pictures
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Jamie und Dylan sind sich schnell einig: Wir wollen es tun, aber das Drumherum lassen wir weg. Der Plot der Beziehungskomödie "Freunde mit gewissen Vorzügen", die in dieser Woche in den Kinos startet, war schon oft im Kino zu sehen. Dennoch schafft es Regisseur Will Gluck einen innovativen und durchaus sehenswerten Schabernack daraus zu machen.

Eigentlich ist es anfänglich wie immer in klassischen Beziehungskomödien: Ein Mann und eine Frau begegnen sich, es knistert, man flirtet, landet schließlich in der Kiste. Auch die Variante, dass die von früheren Verhältnissen geschädigten Jamie (Mila Kunis) und Dylan (Justin Timberlake) beschließen, fortan eine Sexfreundschaft ohne weitere Verpflichtungen zu pflegen, um den üblichen Stress zu vermeiden, ist nicht neu. Beischlaf ja, feste Bindung nein, hieß es ja zuletzt noch bei Natalie Portman und Ashton Kutcher in "Freundschaft plus".

Aber es gibt noch Überraschungen im Hollywood-Einheitsbrei, und zu denen zählt "Freunde mit gewissen Vorzügen", die jüngste Arbeit von Regisseur und Drehbuchautor Will Gluck, der im letzten Jahr schon mit seiner Teenagersatire "Einfach zu haben" überraschte, die auf ironische Weise den Ehebruchsklassiker "Der scharlachrote Buchstabe" variierte. Es ist ein Glück, das Gluck sich auch hier mehr für die komödiantischen als die romantischen Elemente seines eigentlich konventionellen Handlungskonstrukts begeistert und vor allem auf hintergründigen Wortwitz sowie treffsichere Dialog-Duelle setzt.

Selbst die Nebenfiguren, die in anderen Vertretern des Genres oft zu Witzfiguren oder Stichwortgebern degradiert werden, kommen hier besser zum Zuge. So schaut und hört man genüsslich zu, wenn Woody Harrelson als Dylans schwuler Kollege über die Konstellationen der Geschlechter vom Leder zieht oder die wunderbare Patricia Clarkson als Jamies flatterhafte, Männer verschleißende Mutter schlüpfrige Sprachperlen zum Besten gibt.

Schade nur, dass Gluck sowie seine beiden Co-Drehbuchautoren Keith Merryman und David A. Newman ihre alternative Erzählweise nicht bis zum Schluss durchhalten und zum Ende hin wieder auf die bekannten Muster der Beziehungskomödie zurückgreifen. Da haben sich Mila Kunis und Justin Timberlake anderthalb Stunden lang vor allem mit ihren Frotzeleien über romantische Klischees gegenseitig bestätigt und dann müssen sie doch wieder den üblichen Schmus absolvieren.

Aber immerhin, auf dem Weg dorthin beschert dieser Film dem Zuschauer eine amüsante Folge skurriler Situationen, und mit dieser erfrischenden Art ragt dieser Schabernack durchaus aus der Masse der gängigen Pärchen-Parcours heraus.

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Quelle: RP