"Non-Stop"

Hochklassige Action

"Non-Stop": Hochklassige Action "Non-Stop": Hochklassige Action Foto: dpa, dbo
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Liam Neeson versucht, einen Flugzeug-Entführer zu stoppen.

Auch der routinierteste Cop gerät mal unter Druck, das gehört zum Job. Aber was, wenn die Stresssituation immer dramatischer wird? Wenn ein Mensch nach dem anderen ermordet wird und der Täter in greifbarer Nähe sitzt – aber einfach nicht zu fassen ist? Diese Grenzerfahrung macht der Air Marshal Bill Marks alias Liam Neeson im Film "Non Stop". In dem Drama um eine Flugzeug-Entführung geraten nicht nur die Crew und alle Passagiere unter Verdacht, sondern auch der Wachmann selbst.

Auf einem Non-Stop-Flug nach London hackt sich ein Krimineller in den gesicherten Chat des Wachpersonals und droht damit, alle 20 Minuten einen der Menschen an Bord zu töten. Die Forderung des Erpressers beläuft sich auf 150 Millionen Dollar. Marks versucht, den Verbrecher zu entlarven. Nicht nur der Mörder setzt ihm zu, sondern auch die Passagiere, die bald jedes Vertrauen in ihn verlieren.

Der katalanische Regisseur Jaume Collet-Serra spielt in seinem neuen Werk mit der Gattung des Films: Er überreizt die Mittel des Psychothrillers, indem er die abgeschottete Situation an Bord des Fliegers ausnutzt. Collet-Serra legt es darauf an, die Menschen in der Maschine so großem Stress wie nur irgend möglich auszusetzen. Das gilt besonders für seinen Protagonisten.

Die Entwicklung der Hauptfigur ist die Stärke des Films. Marks muss nicht nur mit einer schwierigen Situation fertig werden, sondern auch mit den Geistern seiner Vergangenheit. Collet-Serra inszeniert den Kampf des Cops in actionreichen Szenenfolgen, die dem Publikum keine Zeit zum Durchatmen lassen. Um Herr der Lage in dem Flugzeug zu werden, beginnt Marks, den Passagieren seine eigenen Ängste sowie sein Alkoholproblem einzugestehen, um ihr Vertrauen zurückzugewinnen – auch mit Hilfe von Jen Summers (Julianne Moore), seiner Sitznachbarin im Flieger.