Ohne Stratham gibt's Probleme

Transporter: Kann die Serie mithalten?

Ohne Stratham gibt's Probleme : Transporter: Kann die Serie mithalten? Ohne Stratham gibt's Probleme : Transporter: Kann die Serie mithalten? Foto: RTL/Ken Woroner
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Die Filmtrilogie "Transporter" um Hollywood-Star Jason Stratham steht für Spezialeffekte und Action en masse. RTL quetscht den Blockbuster mit neuem Hauptdarsteller in ein Serien-Format. Eine Ehe, die zum Scheitern verurteilt ist?

"Transporter - Die Serie“ ist mit über 30 Millionen Euro Produktions-Kosten das teuerste Mammut-Projekt der RTL-Geschichte. Mit dem selbst auferlegten Auftrag "Höher, schneller, weiter - Action auf der Überholspur" ist der Erwartungs-Druck dementsprechend hoch. Um den Ansprüchen gerecht zu werden, hat man Luc Besson, den Macher der Transporter-Filme, als Executive Producer für die Serie gewonnen. Chris Vance ist der neue Mann am Set. Er verkörpert den Transporter Frank Martin in der Hauptrolle. Seine Aufgaben haben sich nicht geändert: Besonders heikle Fracht sicher ans Ziel bringen. Seine Prinzipien bleiben die alten: 1. Ändere niemals den Deal. 2. Nenne niemals Namen. 3. Öffne niemals das Paket.

Die Serie spielt an verschiedenen europäischen und amerikanischen Schauplätzen wie Berlin, Paris, Rom, Barcelona, New York und Toronto. Deutsche Stars, wie Uwe Ochsenknecht in der Pilot-Folge, oder Hannes Jaenicke haben Gast-Auftritte - Charly Hübner wird als deutscher Automechaniker des Transporters in mehreren Folgen zu sehen sein. Als Autofreak und Technik-Spezialist kümmert er sich um Franks PS-starken Wagen.

Never change a winning Team

Der Plan, höchstes Kino-Niveau in Serie zu packen, ist bislang nicht so recht aufgegangen. Die Ursachen dafür sind unterschiedlicher Natur. Zum einen ist der Handlungsstrang gleich - gleich flach. Das Prinzip der Serie ist aus der Transporter-Filmtrilogie bekannt. Zum anderen fehlt einfach der markante Leinwand-Held. Mit dem Kurier-Fahrer der besonderen Art wird Jason Stratham assoziiert, nicht Chris Vance. Es geht zwar effektgeladen und actionreich zur Sache, doch der Mann fürs Grobe wird schmerzlich vermisst. Das gigantische Budget ermöglicht schnelle Schnitte und abwechslungsreiche Kamera-Einstellungen, um die Verfolgungsjagden, Kämpfe und Feuergefechte noch rasanter zu inszenieren, kann aber nicht über das Fehlen des muskelbepackten Action-Stars hinwegtrösten.

Eine Frage der Zeit

Am Ende des Tages beziehungsweise der Staffel wird sich RTL an den Zahlen messen lassen müssen: Einschalt-Quoten versus Produktions-Kosten. Allerdings muss man kein Wahrsager sein, um vorrauszusagen, dass die Serie die Erwartungen nicht erfüllen wird - böse Zungen behaupten, zum Flop werden wird. Die aktuellen Einschalt-Quoten bestätigen den vorhergesagten Totalausfall. Zog der Serien-Ableger zum Start noch rund vier Millionen Zuschauer in seinen Bann, konnte die dritte Folge nur noch knapp drei Millionen begeistern - Tendenz stark fallend.

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