Roman von Daniel Kehlmann

Bestseller ab 25. Oktober im Kino: "Die Vermessung der Welt"

Roman von Daniel Kehlmann: Bestseller ab 25. Oktober im Kino: "Die Vermessung der Welt" Roman von Daniel Kehlmann: Bestseller ab 25. Oktober im Kino: "Die Vermessung der Welt" Foto: Warner Bros. Ent.

Eine Prise Bildung, bitte! Mit "Die Vermessung der Welt" kommt am 25. Oktober der viel gelobte Bestseller von Daniel Kehlmann auf die deutschen Kinoleinwände. Das Kinoabenteuer ist gleichermaßen unterhaltsam wie lehrreich: Gemeinsam machen sich Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß auf, die Welt zu entdecken. So wird die Vergangenheit des beginnenden 19. Jahrhunderts durch moderne 3D-Technik so greifbar wie nie.

Worum geht’s in "Die Vermessung der Welt"?

Anfang des 19. Jahrhunderts: Die Wissenschaftler Alexander von Humboldt (gespielt von Albrecht Abraham Schuch) und Carl Friedrich Gauß (gespielt von Florian David Fitz) machen sich auf, um die Welt zu entdecken. Ihre Methoden könnten dabei unterschiedlicher nicht sein: Der Naturforscher Humboldt reist in ferne Länder, um die Welt zu vermessen. Der Mathematiker Gauß hingegen bleibt zu Hause, um sie zu berechnen.

Schon die Kindheit der weltbekannten Wissenschaftler Humboldt und Gazuß trennt die beiden: Während Humboldt aus einer Adelsfamilie stammt und Privatunterricht erhält, wächst Gauß eher in prekären Verhältnissen auf. Doch das mathematische Genie des kleinen Jungen bleibt zum Glück nicht unerkannt - der Herzog von Braunschweig fördert ihn mit einem Stipendium. Auch der kleine Alexander – weniger genial veranlagt als Gauß, aber aufgeweckt und voller Entdeckungsfreude – kommt in den Genuss der herzoglichen Zuwendungen. Beide Kinder werden die Welt entdecken, doch unter höchst unterschiedlichen Vorzeichen.

Rund um den Film

Welch eine passende Besetzung! Wer könnte das kleine Wunderkind Gauß besser spielen als Lennart Hänsel. Den hochgegabten Jungen aus Spenge kennt man - vielleicht - bereits aus der Kabel Eins-Reportage "Hochgebabt: Wunderkinder in Deutschland". Hier und in vielen weiteren Reportagen über den 9-Jährigen begeisterte Lennart mit seiner leidenschaft für Zahlen und die Börse. Damit ist er der ideale Schauspieler für den kleinen Gauß. Die Schule befreite den Spengener drei Wochen für die Dreharbeiten - Schauspieler werden möchte er allerdings nicht, es bleibt beim Traumjob Börsen-Analyst.

Und damit ihr auch geschichtlich bestens vorbereitet seid, hier noch einige Infos zu den beiden Charakteren Humboldt und Gauß:

Alexander von Humboldt (1769-1859)

Der jüngere Bruder des Gelehrten und Staatsmannes Wilhelm von Humboldt war einer der bedeutendsten Naturforscher aller Zeiten. Auf ausgedehnten Reisen nach Lateinamerika, in die USA und nach Zentralasien betrieb er Feldforschung auf vielen wissenschaftlichen Gebieten - von Physik über Chemie und Geologie bis hin zu Ethnologie und Demographie. Alexander von Humboldt gilt als Mitbegründer der Geographie als empirischer Wissenschaft und galt bereits zu Lebzeiten als „zweiter Kolumbus“. Er erlangte in Deutschland nicht zuletzt durch seine Werke „Kosmos“ und „Ansichten der Natur“ enorme Popularität. Der Ehrenbürger von Berlin starb am 06. Mai 1859, riesige Menschenmengen gaben ihm das letzte Geleit, als sein Leichnam von seiner Wohnung in der Oranienburger Straße für eine Trauerfeier in den Berliner Dom überführt wurde.

Carl Friedrich Gauß (1777-1855)

Einige kennen ihn vielleicht noch vom 10-Mark-Schein: Bereits im Alter von 18 Jahren entwickelte der überragende Mathematiker Carl Friedrich Gauß die Grundlagen der modernen Ausgleichsrechnung und der mathematischen Statistik. Damit ermöglichte der auch auf den Feldern Astronomie, Geodäsie und Physik herausragende Wissenschaftler 1800 die Wiederentdeckung des Asteroiden Ceres. Auf Gauß gehen unzählige mathematische Funktionen und Sätze zurück. Mit 30 Jahren übernahm er eine Professur in Göttingen und leitete die dortige Sternwarte, später war er auch für die Landesvermessung im Königreich Hannover zuständig. Gauß starb am 23. Februar in Göttingen und ist auch dort begraben. Allerdings ohne sein Gehirn – das Organ wurde für Untersuchungen nach seinem Tod entnommen.

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