Traumhafte Bilder aus Italien

Eine Liebeserklärung an Rom: "La Grande Bellezza"

Traumhafte Bilder aus Italien: Eine Liebeserklärung an Rom: "La Grande Bellezza" Traumhafte Bilder aus Italien: Eine Liebeserklärung an Rom: "La Grande Bellezza" Foto: DCM
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Wenn bereits der Trailer Gänsehaut und Fernweh hervorruft, verspricht das einen richtig guten Film. Der kurze Trailer zu Paolo Sorrentinos neuem Film "La Grande Bellezza" ist einer dieser Art – atemberaubend schöne Bilder aus der atemberaubend schönen Stadt Rom, ein genialer Hauptdarsteller und eine tolle Geschichte um einen gescheiterten Schriftsteller – ab dem 25. Juli im Kino.

Zwei Darsteller machen diesen Film absolut sehenswert: Der mehrfach ausgezeichnete Toni Servillo, der den alternden Jep Gambardello spielt und die Stadt Rom selbst. Denn der Film ist eine wahre Liebeserklärung an eine der wahrlich schönsten Städte der Welt. Zum fünften Mal in Folge wurde mit "La Grande Bellezza" ein Film von Regisseur Paolo Serrentino beim Filmfestival in Cannes gezeigt.

Genau wie Fellini nutzt auch Serrentino Rom als Schauplatz und seine Menschen als Akteuere. "La Grande Bellezza" wird daher schon jetzt als Hommage an Fellini gesehen - denn sie beiden nutzen die vielen Zeitebenene, die eine Stadt wie Rom bietet, um die Handlung auf magische Weise zu beeinflussen. Rom, die "große Schöne".

Worum geht’s in "La Grande Bellezza"?

Sonnenschein über geschichtsträchtigen Gebäuden, charmante, gepflasterte Gassen und schöne Frauen - "La Grande Bellezza" spielt im sommerlichen Rom. Die Stadt zeigt sich dabei ebenso schön und verführerisch wie das Leben des Jep Gambardellas. Der erfolgreiche Journalist genießt das Leben in vollen Zügen. Er ist der geborene Verführer und krönt mit seinem Charme jedes Event. Und davon gibt es viele – rauschende Feste, Gourmets-Restaurants, schöne Frauen und skurrile Menschen bestimmen sein Leben. Damen und Herren der High Society, Showgirls, Schauspieler, Journalisten und Paparazzi, wahre und Pseudo-Künstler, die stets nur eines tun: ausgelassen bis zum Morgengrauen feiern.

2 (image/jpeg) Jep Gambardella: „Alles ist begraben unter der Verlegenheit, auf dieser Welt zu sein. Blablabla. Jenseits ist das, was im Jenseits liegt. Ich beschäftige mich nicht mit dem Jenseits.“

Mit fortschreitendem Alter langweilt Jep die Oberflächlichkeit der opulenten römischen Gesellschaft jedoch immer mehr. Der Sog des süßen Lebens schmeckt ihm nicht mehr. Er beginnt sein Leben Revue passieren zu lassen und blickt auf die literarische Arbeit seiner Jugend zurück, in der mit seinem einzigen Roman Erfolge feierte. Seither scheint es mit ihm bergab zu gehen – die Leere, die in ihm bleibt, überspielt er mit Zynismus und Gin Tonic.

Erst an seinem 65. Geburtstag wird ihm klar, dass alles vergänglich ist und er gerne wieder schreiben würde, um seinem Leben einen Sinn zu geben. Denn seine Zeit wird immer weniger – auch in der ewigen Stadt Rom…

la grande bellazza rom (image/jpeg) Der 1959 in Afragola (Neapel) geborene Toni Servillo ist Regisseur und Schauspieler.