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Disneys Kino-Märchen "Die Eiskönigin"

Zum Dahinschmelzen: Disneys Kino-Märchen "Die Eiskönigin" Zum Dahinschmelzen: Disneys Kino-Märchen "Die Eiskönigin" Foto: Walt Disney
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Walt Disney hat schon viele Märchen auf die große Leinwand gebracht: "Schneewittchen", "Cinderella" oder 2010 "Rapunzel – Neu verföhnt". Nun haben sich die Animationsfilmer "Die Schneekönigin" von Hans Christian Andersen vorgenommen und Elemente des Märchens in ihren neuen Weihnachtsfilm gepackt.

"Die Eiskönigin – völlig unverfroren" ist ein unterhaltsamer Kinospaß, dessen Geschichte allerdings mitunter ein bisschen flach wirkt. Die beeindruckende 3-D-Animation, die schönen Lieder sowie viele liebenswerte Charaktere machen dies wieder wett. Vor allem der quirlige Schneemann Olaf mit seinem Traum vom heißen Sommer, in der deutschen Fassung gesprochen von Hape Kerkeling, stiehlt im Laufe der Geschichte allen anderen die Show.

In Andersens Märchen sucht ein Mädchen im Reich der Schneekönigin nach seinem verschwundenen Bruder, dessen Herz und Gefühle vor Kälte allmählich erstarren. Im Disney-Film sind es zwei Prinzessinnen. Elsa kann mit magischen Kräften alles in Schnee und Eis verwandeln. Ihre Fähigkeiten geraten immer mehr außer Kontrolle. Sie wird zur Gefahr für andere – und ihre Eltern sperren sie ein. Als Vater und Mutter sterben, soll Elsa zur Königin gekrönt werden.

Visuell beeindruckend

Zum ersten Mal nach langen Jahren tritt sie in die Öffentlichkeit – und bringt ewigen Winter über ihr Land. Elsa flieht in die Berge, um sich in einem glitzernden Eispalast vor aller Welt zu verstecken. Nur ihre Schwester Anna glaubt unbeirrt an das Gute in ihr und will Elsa ins Leben zurückholen. Der Eislieferant Kristoff, sein Rentier Sven und der Schneemann helfen ihr.

Santa Clause, Eine Weihnachtsgeschichte und Co.: Die besten Weihnachtsfilme aller Zeiten Santa Clause, Eine Weihnachtsgeschichte und Co. Die besten Weihnachtsfilme aller Zeiten Zum Artikel » "Die Eiskönigin" besticht vor allem durch die Animation mit einer beeindruckenden Vielfalt an Eis und Schnee: Glitzernde Kristalle, durchsichtige Eisblöcke, dicke Flocken hat das Kreativteam rund um Regisseur Chris Buck ("Tarzan") geschaffen. Die Menschen dagegen wirken schablonenhaft. Es fehlt etwa die freche Aufmüpfigkeit einer schottischen Highland-Prinzessin "Merida". Die hübschen, blonden Prinzessinnen wirken deshalb immer ein bisschen wie glitzernde Abziehbildchen aus einem Sammelalbum für Barbie-Puppen.

Die größten Stars des Films sind die Nebendarsteller. Da ist das Rentier Sven. Mit Vorliebe versucht der wortkarge Partner von Annas Freund Kristoff, dem frechen Schneemann Olaf die Karottennase wegzufressen. Und Olaf selbst, einst von Elsa gebaut. Am Ende ist es ausgerechnet er, der aus Hingabe zu Prinzessin Anna fast zu Wasser wird und die Erkenntnis hat: "Liebe ist, die Bedürfnisse von jemand anderem über seine eigenen zu stellen." Zum Dahinschmelzen.